Lektionen6

Kundenbereich: Rezept-SEO-Priorisierung

Diese Schulung zeigt dir, welche Rezepte auf deinem Blog zuerst optimiert werden sollten, wie du das Schema-Markup prüfst und welche SEO-Schritte du eigenständig umsetzen kannst.

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Fünf Hebel, die den Unterschied machen

Die bisherigen Lektionen waren Werkzeuge und Prozesse...

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Die bisherigen Lektionen waren Werkzeuge und Prozesse. Jetzt geht es ans Eingemachte: Fünf Dinge, die wir bei jedem gut rankenden Rezeptblog sehen, und bei den meisten schlecht rankenden nicht.

Mehr Keywords in den Titel packen

Ein häufiger Anfängerfehler: Der Titel besteht aus zwei, drei Wörtern. "Osterhasen aus Hefeteig" klingt schön knapp, aber du verschenkst Potenzial.

Besser: Einfache Osterhasen aus Hefeteig mit Rosinen. Vier bis fünf beschreibende Begriffe im Titel. Nicht künstlich aufgebläht, sondern so, wie jemand bei Google tatsächlich sucht.

Noch mehr Beispiele:

  • "Kleine Osterhasen aus dem Ofen für Kinder"
  • "Leckere Osterhasen backen im Ofen"

Jede dieser Varianten bedient eine leicht andere Suchphrase. Das sind Long-Tail-Keywords, und die bekommst du am einfachsten raus, indem du den Begriff bei Google eintippst und dir die Auto-Complete-Vorschläge anschaust. Google zeigt dir dort, was Menschen wirklich suchen. Kein kostenpflichtiges Tool nötig.

Unser Tipp: Mach dir das zur Routine. Bevor du ein Rezept veröffentlichst, tipp den Titel bei Google ein und schau, was die Autovervollständigung vorschlägt. Bau die stärkste Variante in deinen Titel ein.

Mehr Bilder, vielfältigere Formate

Unter sechs Bildern sehen wir kaum Rezepte, die in den Rich Results oben stehen. Sechs ist das Minimum, nicht das Ziel.

Und es geht nicht nur um die Anzahl. Google wertet verschiedene Bildformate aus und zeigt sie an unterschiedlichen Stellen:

  • 1:1, Google Discover, manche Rich Results
  • 4:3 / 3:4, klassische Suchergebnisse
  • 4:5, Instagram, mobile Darstellung
  • 9:16, Pinterest, Stories

Liefere Bilder in mehreren Formaten. Wenn du nur Querformat fotografierst, fehlt dir die halbe Sichtbarkeit.

Was auf den Bildern drauf ist, ist genauso wichtig. Die Bilder müssen transportieren, worum es im Rezept geht. Beim Bananenbrot muss eine Banane sichtbar sein, klingt offensichtlich, wird aber ständig vergessen. Zubereitungsschritte fotografieren, nicht nur das Endergebnis.

Ein einfacher Trick: Googel dein Rezept und schau dir an, was links oben in den Rezept-Snippets steht. Das sind die Bilder, die Google bevorzugt. Orientier dich daran.

Startseiten-Strategie an die Blogröße anpassen

Wenn du 60 oder 80 Rezepte hast, kannst du die direkt auf der Startseite verlinken. Das funktioniert, weil Google über die Startseite alle Rezepte schnell findet und die Linkpower direkt weitergibt.

Ab 200, 300 oder 400 Rezepten funktioniert das nicht mehr. Du kannst nicht 400 Rezepte auf die Startseite packen. Ab dieser Größe verlinkst du auf der Startseite die Kategorien, und die Kategorien verlinken dann auf die einzelnen Rezepte.

Das heißt aber auch: Die Kategorieseiten müssen gut sein. Nicht nur eine Liste von Rezepten, sondern mit echten Kategorietexten, die dem Leser helfen. "Alle Kuchenrezepte" als Überschrift und darunter 80 Links reicht nicht. Google will sehen, dass die Kategorieseite eigenständigen Wert hat.

Wir sehen bei unseren Kunden regelmäßig, dass die Kategorieseiten vernachlässigt werden, weil alle Energie in neue Rezepte fließt. Aber eine starke Kategorieseite kann 20 Rezepte gleichzeitig pushen.

Varianten und Alternativen unter jedes Rezept

Google bewertet Rezeptseiten besser, die die Suchintention vollständig abdecken. Und zur Suchintention gehört fast immer die Frage: "Was, wenn ich nicht genau diese Zutaten habe?"

Unter dem Rezept sollten deshalb Notizen stehen mit:

  • Varianten (z.B. mit Nüssen, ohne Nüssen, vegan)
  • Ersatzmöglichkeiten (welche Zutat kann ich tauschen?)
  • Mengenanpassung (wie verkleinern oder vergrößern?)
  • Andere Formen oder Varianten (andere Kartoffelsorte, andere Backform)

Das hält den Leser auf der Seite, weil er nicht woanders nach Alternativen suchen muss. Und es beantwortet Fragen, die Google in den "People also ask"-Boxen zeigt. Zwei Fliegen mit einer Klappe: bessere Rankings und zufriedenere Leser.

Content-Cluster aus der Search Console aufbauen

Du hast in Lektion 2 gelernt, wie du deine Top-Rezepte in der Search Console findest. Jetzt der nächste Schritt: Nutze diese Daten, um Content-Cluster aufzubauen.

Wenn dein Bananenbrot auf Position 8 steht und gute Impressionen hat, schreib nicht einfach ein zweites Bananenbrot-Rezept. Schau dir stattdessen an, welche verwandten Suchanfragen die Search Console für diese Seite zeigt. Vielleicht "Bananenbrot ohne Zucker", "Bananenbrot vegan", "Bananenbrot mit Haferflocken".

Für jede dieser Varianten, die genug Suchvolumen hat, erstellst du ein eigenes Rezept. Und alle diese Rezepte verlinkst du untereinander und auf eine gemeinsame Kategorieseite. Das ist ein Cluster.

Der Effekt: Google erkennt, dass dein Blog zum Thema Bananenbrot eine breite Abdeckung hat. Das stärkt nicht nur die einzelnen Rezepte, sondern den gesamten Themenbereich.

Unser Tipp: Fang mit dem Rezept an, das in der Search Console die meisten Impressionen hat. Bau von dort aus den Cluster auf. Ein gut funktionierender Cluster mit fünf Rezepten bringt mehr als 20 einzelne Rezepte ohne Zusammenhang.

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