Ab einer gewissen Besucheranzahl kann man einen Foodblog sehr einfach mit Werbeanzeigen monetarisieren. Es ist auf den ersten und auf den zweiten Blick relativ simple, aber im Detail dann doch nicht so ohne.

In diesem Artikel stelle ich dir die gängigen Methoden und die Anbieter vor. Im Detail erfährt man natürlich nur dann genau was man verdienen kann, wenn man es tut. Aber es gibt ein gute Daumenregeln.

In der Regel gibt es auf einem Foodblog die Standardanzeigenflächen: Im Content (In-Content), die Sitebar-Ads, am unteren oder oberen Rand und einen Video-Player, der wenn nicht im Bild sogar aus der Seite springt (Sticky Video-Player).

… und ja Werbung ist auch manchmal nervig.

Die Anbieter von programmatischer Werbung haben unterschiedliche Ansätze.
Auf der einen Seite gibt es Google-unabhängige Anbieter wie Watchbetter und QMN und auf der anderen Seite gibt es die Google-Ads Fraktion: Symplr, Raptive, Mediavine und natürlich Google Adsense.

Aber Google Adsense ist schnell abgehakt. Mittlerweile leicht zu implementieren, lohnt es sich aber nur selten. Abgerechnet wird pro Klick, die Anzeigen sind unschön und trotzdem installiert Google den kompletten Techstack und beschädigt den kleinen Foodblog. Die Kosten für ein Consent-Plugin muss man selbst tragen.

Kommen wir zu den ernsthaften Alternativen.

Quality Media Network

Seit 2023 Monaten drängt der deutsche Anbieter QMN (Qualitymedianetwork) mit tollen Preisen und nur vier Werbeflächen auf den Publisher Markt und gewinnt eine Menge Blogs als Partner. Die Idee dahinter ist sehr gut: Durch weniger und bessere Werbung, die Leser längen auf dem Blog zu halten und sogar ermuntern die Werbung zu klicken.

Eine der Anzeigen kennt man von vielen Blogs: Die Videos von Watchbetter.
Wir betreuen mehrere Blogs auf denen die Technik implementiert wurde und das Angebot ist grandios. Mit ca. 7,01€ pro 1000 mobilen Usern und 9,57€ für 1000 Desktop-Lesern bei nur vier (aber dafür umso größeren) Anzeigen kann man leicht 1000 € im Monat verdienen OHNE sich auf Google Header Bidding einzulassen. Das Revenue per Mille (RPM)-Modell von kauft jede Seiten-Impression ab, auch wenn der Werbebanner nicht gesehen wurde.

QMN arbeitet nur exklusiv und lässt keine weitere Werbung auf dem Blog zu.

Alle Leser, die Werbung über den Consent-Banner ablehnen, werden nicht vergütet. Es sein denn, sie stimmen später wieder zu. Die Ablehnungsrate liegt etwa bei 20-25%. Allerdings werden ablehnende Kunden auch mit 1,90€ pro 1000 vergütet, da eines der Werbemittel keinen Consent benötigt. Aktuell ist QMN damit der einzige Anbieter der auch Traffic ohne Consent vergütet.

Die Vorteile

  • Fixe Preise für jeden Besucher aus den deutschen Kernregionen
  • Nur vier Anzeigen
  • Kein Headerbidding und dadurch keine langsame Seite
  • QMN übernimmt die Implementierung und auch das Consent-Tool.
  • In Kombination mit Watchbetter werden die Foodvideos auch auf anderen Seiten ausgespielt.

Der „Nachteil“ liegt darin, dass Leser, die länger auf der Seite verbringen eben nicht über 35 Ads scrollen und man eben auf die maximal Summe festgelegt ist. Auch im Q4 wenn sich die Werbenden jeden Euro aus den Rippen schneiden und in digitale Werbung investieren, bleiben die Preise gleich.

Wie das die Werbung in der Realität ausschaut, kann man sich hier auf diesem Blog anschauen.

Bei 100.000 Besuchern auf dem Foodblog sind ca. 75.000 relevant und üblicherweise sind es 60.000 mobile Leser und 15.000 am Desktop: ca. 550 € im Monat.
Bei Interesse einfach eine Email mit Hinweis „Foogblogliebe“ an vermarktung@qualitymedianetwork.de.

Symplr/MSO

Symplr ist der Platzhirsch in Deutschland. Als Google Agentur verkaufen sie das Inventar der Google Werbekunden und ein paar eigene Kunden über die Werbeflächen. Abgerechnet wird pro AdView. Wenn ein Leser sich viele Banner anschaut, dann ist die Auszahlung höher.

Abgerechnet wird ein Revenue-Share der Google Ausschüttung, der mit dem Blogger vereinbart wird. Auch hier werden die Kennzahlen Revenue per Mille verwendet, aber dieser setzt sich zusammen aus der Anzahl der Ads und dem Preis pro Anzeige (CPM oder Cost per Mille).
Es kann dann auch ein Revenue per User Session ausgerechnet werden, wenn ein User sich mehrere Seiten anschaut und natürlich immer wieder Anzeigen zu Gesicht bekommt.
Symplr arbeitet nicht exklusiv und man kann theoretisch weitere Werbung auf dem Blog schalten.

Die Vorteile:

  • Das Modell ist fair. Mehr Leser, mehr Adviews, mehr Geld für den Blogger und Symplr.
  • Hohe CPMs – Symplr erzielt pro Anzeige einen Spitzenwert in der Branche. Zwischen 0,5 und 2€ pro 1000 Views.
  • Mehr als 4 Ads sind möglich. Ich hatte stellenweise 20 Ads in einer Seite, wobei der Preis der letzten Ad am Ende der Seite deutlich niedriger ist.
  • Consenttool wird von Symplr gestellt.
  • Alle Kommunikation ist auf deutsch.
  • Alle Leser werden monetarisiert – auch USA z.B.

Die Nachteile:

  • Man muss die Ad Units selbst implementieren und das kann die Seite beschädigen.
  • Google Werbung verlangsamt die Seite, oder man verzögert die Werbung und dann verdient man aber weniger.
  • Die Ad-Technologie von Symplr ist in meinen Augen nicht so gut wie die der amerikanischen Anbieter.

Wie das in der Realität aussieht, kann man sich hier in diesem Blog anschauen.

Mediavine

Die auf Blogger spezialisierte Agentur Mediavine aus den USA mit einem sehr professionellen Setup. Es gibt eine individuelle Betreuung ab 50k Sessions im Monat. Ab 10k Sessions kann man sich die Ads im Self Service namens Journey implementieren.

Mediavine arbeitet nur exklusiv und man kann keine weitere Werbung auf dem Blog schalten.

Die Vorteile:

  • Top-Adtech basierend auf den Google Techstack. Auch die Ads am Ende werden zu guten Preisen verkauft.
  • Alles wird von Mediavine implementiert – Rund um-Betreuung.
  • Automatisierte Werbebanner, die sich der Contentlänge anpasst.
  • Sehr gutes Reporting auf URL Ebene.

Die Nachteile:

  • Alles auf englisch. Für unsere Kunden übernehmen wir die Kommunikation.
  • Etwas niedrigere Einnahmen pro Ad im Vergleich zu Symplr. ca. 0,4-1,5€ pro 1000 Views. (Außer im Q4, wenn die Amerikaner scheinbar aus lauter Verzweiflung auch in Deutschland Werbung schalten)
  • Aktuell aufgrund von Datenschutzproblemen keine Ads in der Schweiz und das sind in der Regel ca. 10 % der deutschen Leser

Wie das in der Realität aussieht, kann man sich hier auf diesem Blog anschauen.

Raptive

Raptive ist der Mediavine Konkurrent in den USA und ähnlich aufgestellt, aber ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit diesem Anbieter. Auch diese Agentur hat einen Threshold, den man als Blogger erreichen muss.

Ezoic

Ezoic ist eine Art Mini-Mediavine. Aber die Ads-Technologie ist leider sehr schlecht und es gibt in 2024 keinen Grund mehr auf Ezoic zurückzugreifen.

Mirando

Mirando zahlt für zwei einfliegende Banner einen tollen Preis, aber leider nur für deutsche Leser. Wir verwenden Mirando für kleinere Blogs, die sich gegen QMN entscheiden. Mirando war bis Januar 2024 Cookie-frei. Ist es aber leider nicht mehr.

Welche Werbenetzwerke kennt ihr noch?

Mehr Informationen rund um das Thema „Mit Foodblogs Geld verdienen“ und „Tipps für Foodblogger generell„.

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