Pinterest-Meta-Tag im WordPress-Theme und im Foodblogliebe-Theme
Der Website-Claim ist der technisch einfachste Schritt des ganzen Kurses — und trotzdem derjenige, den wir am häufigsten zerstört auf Kundenblogs finden...
Der Website-Claim ist der technisch einfachste Schritt des ganzen Kurses — und trotzdem derjenige, den wir am häufigsten zerstört auf Kundenblogs finden. Meistens nicht, weil jemand den Tag falsch eingefügt hat, sondern weil er an der richtigen Stelle sitzt und im gerenderten Frontend trotzdem nicht ankommt. In dieser Lektion holen wir den Tag bei Pinterest ab, bauen ihn an zwei klar getrennten Stellen ein (einmal Standard-WordPress, einmal Foodblogliebe-Theme) und prüfen nach jedem Schritt im Browser, ob er wirklich da ist.
Schritt 1 — Den HTML-Tag in Pinterest erzeugen
Vorausgesetzt, du hast einen Pinterest-Business-Account (ein privater Account reicht nicht für Claim und Feed). Im Business-Hub gehst du auf Einstellungen → Geltungsbereich beanspruchen → Website (die genaue Bezeichnung wechselt Pinterest alle paar Monate, aber der Menüpunkt heißt meistens "Claim Website" oder auf Deutsch "Websites beanspruchen").
Pinterest bietet dir drei Verifizierungsmethoden an:
- HTML-Tag — ein Meta-Tag, den du in den
<head>der Startseite einbaust - HTML-Datei — eine kleine Datei, die du im Root deiner Domain hochlädst
- DNS-TXT-Eintrag — ein Eintrag bei deinem Domain-Provider
Für WordPress-Blogs nehmen wir immer den HTML-Tag. Die HTML-Datei funktioniert bei statischen Setups, wird aber bei WordPress von vielen Plugins weggerouted. Der DNS-Eintrag ist technisch sauber, braucht aber Zugriff auf den Domain-Provider — zu umständlich für den Alltag.

Pinterest zeigt dir einen Tag, der ungefähr so aussieht:
<meta name="p:domain_verify" content="abc123def456...">
Kopier dir nur den content-Wert, nicht das ganze Tag — die meisten Eingabefelder in SEO-Plugins und Themes erwarten genau diesen Wert ohne den Meta-Tag-Wrapper drumherum.
Schritt 2 — Variante A: Standard-WordPress
Du hast ein typisches WordPress-Setup mit einem SEO-Plugin (Yoast, Rank Math, SEOPress). Dann gibt es drei praktikable Wege, geordnet nach Bequemlichkeit:
Weg 1: Das vorgesehene Pinterest-Feld im SEO-Plugin
- Yoast SEO: Einstellungen → Soziale Netzwerke → Pinterest → Feld "Pinterest-Bestätigung"
- Rank Math: Allgemeine Einstellungen → Webmaster Tools → Feld "Pinterest Verification ID"
- SEOPress: SEO → Soziale Netzwerke → Pinterest → Feld für Verification
Hier trägst du nur den Wert ein (abc123def456...). Das Plugin rendert das komplette Meta-Tag automatisch im <head>.
Weg 2: Theme-Option
Manche Foodblog-Themes (Foodie Pro, Feast, Brunch Pro) haben ein eigenes Pinterest-Feld in den Theme-Optionen. Wenn du das nutzt, nutze nicht gleichzeitig den SEO-Plugin-Weg — doppelte Meta-Tags sind kein Weltuntergang, aber wir sehen öfter, dass Pinterest dann den falschen als den aktuell gültigen interpretiert.
Weg 3: Code-Snippet ins Child-Theme
Wenn dein Setup weder SEO-Plugin-Feld noch Theme-Option hat, reicht ein kurzes Snippet in die functions.php deines Child-Themes:
add_action('wp_head', function() {
echo '<meta name="p:domain_verify" content="abc123def456...">' . "\n";
});
Das gehört in ein Child-Theme, niemals ins Eltern-Theme — sonst ist der Tag beim nächsten Theme-Update weg.
Schritt 2 — Variante B: Foodblogliebe-Theme
Im Foodblogliebe-Theme gibt es genau ein dafür vorgesehenes Feld. Gehe im Admin auf Foodblogliebe → SEO → Tab "Social". Dort findest du das Feld Pinterest Verification. Trag den content-Wert ein und speichere.

Das Theme rendert den Tag anschließend über theme/inc/og-tags.php im <head> der Startseite aus. Du musst nichts anderes tun — kein SEO-Plugin, keine functions.php, kein Snippet. Wichtig: Das Foodblogliebe-Theme übernimmt die komplette SEO-Ausgabe selbst, wir empfehlen darum, Yoast und Rank Math nicht parallel zu betreiben. Wenn du sie trotzdem aktiv lässt, entscheide dich für einen der beiden Wege und halte den anderen leer.
Schritt 3 — Im Frontend prüfen, ob der Tag wirklich rausgeht
Das ist der Schritt, der im Alltag regelmäßig übersprungen wird — und genau deswegen sehen wir so viele Claims, die im Pinterest-Check trotzdem rot durchlaufen.
- Öffne deine Startseite im Browser (nicht eine Unterseite — Pinterest prüft die Startseite).
- Drücke Strg+U (Windows) oder Cmd+Alt+U (Mac) für den Seitenquelltext.
- Drücke Strg+F und suche nach
p:domain_verify. - Vergleiche den
content-Wert mit dem, den Pinterest dir angezeigt hat — Zeichen für Zeichen.
Wenn der Tag nicht erscheint:
- Leere zuerst den Caching-Layer. WP Rocket, W3 Total Cache, LiteSpeed — alle cachen die Startseite, und dein neuer Tag wird erst nach Cache-Purge ausgespielt. Im Foodblogliebe-Theme reicht ein Klick auf "Cache leeren" im Admin-Menü.
- Prüfe, ob ein anderes Plugin den
<head>komplett neu rendert (das trifft manchmal auf Landingpage-Builder wie Elementor Pro oder Thrive zu — die bauen für Landingpages einen eigenen<head>). - Prüfe, ob du den Tag wirklich auf der richtigen Domain eingefügt hast. Blogs, die
wwwund non-wwwnicht sauber weiterleiten, landen hier regelmäßig in der Falle.
Wenn der Tag erscheint, aber mit falschem Wert: Du hast wahrscheinlich einen alten Wert aus einem früheren Pinterest-Versuch im Plugin. Trag den neuen Wert ein, speichere, und lösche zur Sicherheit den Cache.
Schritt 4 — Claim in Pinterest abschließen
Zurück in Pinterest: Auf der gleichen Seite, auf der dir der HTML-Tag angezeigt wurde, klickst du jetzt auf "Beanspruchen" oder "Verify". Pinterest lädt deine Startseite, sucht nach dem Tag, und zeigt dir entweder einen grünen Haken oder eine Fehlermeldung.
Die typischen Fehlermeldungen und was dahinter steckt:
- "Tag konnte nicht gefunden werden" — 90 % der Fälle: Caching. Leere den Cache, warte eine Minute, versuche es nochmal.
- "Domain stimmt nicht überein" — du hast den Tag auf
www.deinblog.degesetzt, aber Pinterest prüftdeinblog.de(oder umgekehrt). Prüfe deine Domain-Einstellung in Pinterest. - "Bereits von einem anderen Konto beansprucht" — das ist der Fall, den ich in der letzten Lektion erwähnt habe. Pinterest hat die Domain einem alten Konto zugeordnet. Hier brauchst du den Pinterest-Support — der Selfservice schafft das nicht.
Sobald der Haken grün ist, bist du für diesen Kurs fertig mit Schritt "Claim". Pinterest zeigt deine Domain jetzt in deinem Profil, und alle Pins, die auf deine Domain zeigen, werden deinem Konto zugeordnet — auch rückwirkend für ältere Pins.
Was du jetzt erreicht hast
Der Claim ist gesetzt, im Frontend sichtbar, und Pinterest hat ihn bestätigt. Damit ist der globale Baustein erledigt — einmal auf der Startseite, fertig. Du wirst diesen Tag nie wieder anfassen müssen, solange du das Pinterest-Konto nicht wechselst.
Was der Claim nicht kann: er macht deine Rezepte noch nicht zu Rich Pins. Dass das zwei verschiedene Dinge sind, haben wir in Lektion 1 schon festgestellt — und genau damit geht es jetzt weiter. In der nächsten Lektion schauen wir uns an, welche Rezeptdaten Pinterest auf jeder einzelnen Rezeptseite sehen muss, damit ein Pin zum Recipe Rich Pin wird.
Wenn du diese Lektion gelesen hast, markiere sie als abgeschlossen.
