Das ideale WordPress-Hosting für einen Foodblog

Das ideale WordPress-Hosting für einen Foodblog

Um einen WordPressblog zu betreiben, benötigt man ein Hosting-Anbieter. Wenn man so etwas noch nie evaluiert hat und ein wenig googelt, kann man sich schnell verwirren. Es gibt ca. 300 international mögliche Anbieter.

Welche Grundsatzfragen sollte man sich stellen, bevor man entscheidet?

Kann man das Hosting später wechseln, wenn man merkt, dass man sich falsch entschieden hat?

Keine Sorge, eine Migration ist möglich, aber kostet eben.

Ein Wechsel der WordPress-Umgebung ist mit Kosten verbunden. Technisch ist es nicht schwierig. Wir arbeiten mit automatischen Migrationstools. Es gibt Dienstleister, die das manuell machen. Mit etwas Recherche findet man viele Angebote im Netz. Die Kosten belaufen sich zwischen 100 und 200 €. Für wirklich große Blogs kann es auch etwas teurer werden. Im Detail müssen Domains, Datenbanken und manchmal E-Mails umgezogen werden. E-Mails zu migrieren ist komplexer als sie einfach herunterzuladen.

Sind die nicht alle gleich gut?

Leider nein. Es gibt große Unterschiede, da einige Hosting-Anbieter nicht für Soloselbständige ausgerichtet sind oder andere eher gute Marketing-Maschinen, aber schlechte Hoster sind. Viele fehlende Features kann man umarbeiten, aber das kostet und es bedeutet Aufwand.

Kann ich mir ernsthaft Probleme einhandeln, wenn ich mich falsch entscheide?

Generell kann ich jedem Beginner empfehlen keinen US-Anbieter auszuwählen (Z.B. WPEngine, GoDaddy etc.). DSGVO (international GDPR) ist ein echter Schocker für den Markt. Selbst ein automatisiertes Backup kann ein Verstoß sein. Nicht jeder der DSGVO-Konformität oder GDPR-complaint auf seine Website schreibt, versteht auch was er tut. Selbst Google hat sich extrem schwergetan, wenn es zum Thema Auftragsdatenverarbeitung kommt.

Europäische Anbieter sind deutlich besser aufgestellt. Allerdings spielt es für deutsche Datenschützer keine Rolle, ob ein niederländischer Anbieter meint er macht einen guten Job.

Was sind die relevanten Unterschiede zwischen den Anbietern?

Für Beginner mit einem neuen Blog sind folgende Punkte wichtig:

  • Domain inklusive
  • SSL inklusive z.B. durch Let´s encrypt
  • Minimum 20 GB Speicher
  • E-Mails als separate Applikation
  • SSD-Harddisks
  • Managed Webhosting
  • Serverseitiges Backup in der Managementkonsole des Anbieters
  • WordPress als One-Click Installation

Für erfahrene Blogger ist es sinnvoll noch nach folgenden Funktionen zu schauen:

  • Mehr Storage und einem Nextcloud Angebot, um auch das Thema Datenspeicherung über den Account zu machen.
  • http/2
  • Mehr als 1000 MB Memory
  • Integriertes Caching
  • Staging-Angebote für WordPress, um Änderungen zu testen
  • Keine Limits im Sinne von Bandbreite

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Die günstigsten Angebote beginnen bei 2 € und die Top-Angebote enden bei ca. 15 € im Monat. Mehr muss das reine Hosting am Anfang nicht kosten. Wir betreuen Blogs technisch für 35 € im Monat unabhängig vom Hosting Anbieter.

Gibt es konkrete Empfehlungen für Beginner oder Fortgeschrittene?

Am unteren Ende der monatlichen Kosten kann ich die Webhosting-Angebote von Goneo* empfehlen. Goneo bietet für 2,95 € fast alle Funktionen, aber leider sind die Backups nur über den Support kostenpflichtig einspielbar. Goneo ist in sich etwas limitiert, aber für ein oder zwei Blogs vollkommen ausreichend.

Die Firma Webgo bietet ein gutes SSD Webhosting*-Angebot mit einer etwas altbackenen Oberfläche zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen. 12 € kostet die kleinste Umgebung mit SSL im Monat. Aber immerhin 5 Domains und eine Menge RAM und Speicherplatz inklusive. Hier sind manuelle Backups im Preis inbegriffen. Ideal, wenn man zwei oder drei Blogs oder Webseiten hat.

Die perfekte Lösung im deutschen Markt bietet die Firma Raidboxes*. Die Preise fangen bei 15 € im Monat an. Leider kosten viele Funktionen wie E-Mail oder eine Domain extra. Es werden schnell 20 € im Monat. Technisch bleiben aber keine Wünsche offen. Als Firmenblogger mit wenig Zeit für die Technik.

Für Profis können wir auch Hetzner* empfehlen, denn dort gibt es sowohl WordPress ab 2 € inklusive einer Domain, E-Mails, täglichen Backups als auch eine SSL Verschlüsselung. Idealerweise übergibt man diese Umgebung dann in unsere Obhut und man kann in Ruhe bloggen.

Wie machen es echte Profis?

Echte Profis oder Agenturen hosten sich eigene Server bei Hetzner* oder wählen die großen Raidboxes*-Tarife.

* sind Affiliate Links und bei einer Bestellung bekommt Foodblogliebe eine kleine Provision.