Anbieter für Zahlungsabwicklungen für Foodblogger

Anbieter für Zahlungsabwicklungen für Foodblogger

Um einen Foodblog zu monetarisieren, in dem man Content an Leser verkauft benötigt man die Möglichkeiten Zahlungen entgegenzunehmen. Das klingt trivial, ist es aber leider nicht.

Es gibt dafür prinzipiell zwei Möglichkeiten:

  1. Ein eigener Shop mit eigener Zahlungsabwicklung
  2. Plattformen für Kurse
  3. Ein Reseller-Modell mit einer einzigen monatlichen Rechnung

Im Folgenden will ich euch die Vorteile und Nachteile der beiden Varianten aufzeigen und am Ende eine Empfehlung abgeben.

1. Ein eigener Shop oder eine eigene Zahlungsabwicklung

Die erste Variante mit einem eigenen Shop und einer Klarna Integration ist die intuitivere Lösung und wird von vielen Bloggern getestet.

Beliebte Zahlungsanbieter sind Payhip.com, Amazon Pay, Klarna oder direkt Paypal Plus.

Diese Anbieter haben alle mindestens einen oder mehrere Haken für Unternehmen unter ca. 20.000 € Umsatz.

Haken 1: Rechtskonformität – Nach lokalen Gesetzen in Deutschland muss eine Checkout-Seite einem gewissen Anspruch entsprechen oder einen Widerruf ermöglichen. Die oben genannten Anbieter wickeln nur die Zahlung von A nach B ab. Mehr nicht.

Haken 2: Rechnungsstellung – Jeder Kunde, der etwas kauft, hat Recht auf eine Rechnung mit Umsatzsteuer. Jeder EU-Bürger wird anders behandelt, wenn er hier einem deutschen Foodblogger ein PDF abkauft.

Haken 3: Buchhaltung – Wenn man die Risiken von 1 und 2 ausblendet und in der Regel: “Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter”, wird es spätestens bei der Steuererklärung unübersichtlich. Der deutsche Fiskus erwartet Nachweise über die Umsätze und die dazugehörigen Buchungssätze.

2. Kursplattformen wie Teachable oder Thinkific

Leider gelten ähnliche Probleme auch für die wirklich gelungenen Kursplattformen wie Teachable und/oder Thinkific. Auch, wenn die Plattformen wunderschön sind. Für Anfänger und Nicht-Steuerberater gänzlich ungeeignet.

Ich habe bestimmt 20 h auf Teachable verwendet bis ich gemerkt habe, wie wenig es auf den deutschen und den EU-Sprachraum ausgerichtet ist.

 

3. Resellerplattformen

Um wirklich rechtssicher unterwegs zu sein und wissentlich ein dickes Ende zu vermeiden, bleibt nur der Weg über den Reseller. Der Reseller rechnet mit dem Endkunden ab und übernimmt die Zahlungsabwicklung, die Probleme wie Rücklastschriften und sorgt für Rechtssicherheit. Er zahlt monatlich die Gewinne basierend auf einer Rechnung aus.

Es gibt in Deutschland nur drei ernstzunehmende Optionen:

a. Elopage

b. Digistore24

c. Copecart

Ich habe alle drei Zahlungsabwicklungsanbieter getestet und empfehle euch Copecart.

Bei Elopage empfand ich das Preismodell sehr intransparent und es erinnert mich immer Ryanair. Zwar kostet ein Ticket nur 40 €, aber alles kostet extra. Ich empfinde das als unseriös. Zwar ist Elopage mit den Gebühren in Höhe von 0,50 € + 7,5 % vom Umsatz nicht teuer, wenn man Produkte für 10-20 € verkaufen will, aber die Erfahrungen mit Elopage haben mich nicht “begeistert”.

Digistore24 ist der Platzhirsch und hier kann man vermutlich nichts falsch machen. Es gibt viele Funktionen und Optionen. Leider ist das Preismodell mit 1 € plus 7,9 % das mit Abstand  teuerste Modell. Digistore hat eine amerikanische Schwester und kann daher auch in den USA verkaufen. Digistore ist zwar 100 % seriös, aber wenn ich mir die Produkte, die dort auf dem Marktplatz sind, kommen mir immer wieder Zweifel. Ich möchte nicht ausschließen, dass Digistore die richtige Option ist, wenn man alle Konstellationen durchdenkt. Aber für mich war es nicht der richtige Anbieter.

Copecart ist der einfachste und günstigste Anbieter mit 1 € und 4,9 % Verkaufsgebühren. Für einzelne Produkte oder Kochbücher ist das der ideale Anbieter.

Letztendlich habe ich mich für Copecart entschieden, da mich die Kombination mit dem WordPress Kurs Management System  LifterLMS extrem begeistert hat.

Hier ist mein Affiliate Link zur Copecart-Plattform.

Copecart der Zahlungsabwickler für Foodblogger

Weitere interessante Meinungen zu diesem Thema:

Katharina Lewald zu Kursplattformen

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