Lektionen5

Rezeptdaten verstehen und Migrationsfälle erkennen

Lerne, wie Rezept-Plugins Daten speichern, welche Inhalte bei einer Migration betroffen sind und wie du Problemfelder in deinem eigenen Datenbestand erkennst.

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Problemfelder im eigenen Datenbestand erkennen

Die meisten Migrationen scheitern nicht an der Technik, sondern an Überraschungen. Daten, die man für sauber hielt, entpuppen sich als chaotisch...

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Die meisten Migrationen scheitern nicht an der Technik, sondern an Überraschungen. Daten, die man für sauber hielt, entpuppen sich als chaotisch. Felder, die man für ausgefüllt hielt, sind leer. Und Inhalte tauchen an Stellen auf, an denen niemand sie vermutet hätte.

Fehlende Felder. Dein altes Plugin hat kein Feld für Nährwerte? Dann existieren diese Daten schlicht nicht — auch wenn auf manchen Rezeptseiten Nährwertangaben im Fließtext stehen. Das Ziel-System erwartet sie aber vielleicht als strukturiertes Feld. Diese Lücke muss vor der Migration erkannt und ein Plan gemacht werden: Nachpflegen, weglassen oder aus dem Text extrahieren?

Inkonsistente Schreibweisen. "1 TL", "1 Teelöffel", "ein Teelöffel", "1TL" — vier Schreibweisen für dasselbe. In einem Plugin-Freitextfeld ist das kein Problem, weil Menschen es verstehen. In einem strukturierten System, das Mengen getrennt von Einheiten speichert, wird es eins.

Bei einer Kundin haben wir bei 150 Rezepten über 20 verschiedene Schreibweisen für Mengeneinheiten gefunden. "EL", "Esslöffel", "El.", "Essl." — alles dasselbe, aber für ein automatisiertes Mapping sind das verschiedene Werte.

Inhalte in Page Buildern. Wer mit Elementor oder WP Bakery arbeitet, hat Rezeptkontext oft in Page-Builder-Blöcken versteckt. Tipps in einer Textbox, Varianten in einem Akkordeon, Zutatenerklärungen in einem Tooltip. Diese Inhalte liegen nicht im normalen Post-Content und nicht im Rezept-Plugin. Sie müssen einzeln identifiziert und extrahiert werden.

Verwaiste Daten. Rezepte, die als Entwurf gespeichert sind. Rezepte, die zu gelöschten Beiträgen gehören. Duplicate Rezepte, die durch fehlgeschlagene Importe entstanden sind. All das taucht bei einer Bestandsaufnahme auf und muss bereinigt werden.

Unser Tipp: Exportiere deine Rezeptdaten einmal als CSV oder JSON (die meisten Plugins bieten das an). Öffne die Datei und schau dir die ersten 20 Einträge genau an. Leere Felder, inkonsistente Formatierungen und fehlende Werte fallen sofort auf.

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