Backups und Wiederherstellung
Eine Kundin hat uns angerufen, weil nach einem fehlgeschlagenen Plugin-Update ihr kompletter Blog nur noch eine weiße Seite zeigte...
Eine Kundin hat uns angerufen, weil nach einem fehlgeschlagenen Plugin-Update ihr kompletter Blog nur noch eine weiße Seite zeigte. Kein Problem, dachten wir, und fragten nach dem letzten Backup. Es gab keins. Die letzten drei Monate Arbeit, inklusive 15 neuer Rezepte, waren nicht gesichert.
Ein Backup ist deine Versicherung. Ohne Backup bist du bei einem Hack, einem fehlerhaften Update oder einem Server-Ausfall komplett aufgeschmissen.
Ein vollständiges Backup besteht aus zwei Teilen: den Dateien und der Datenbank. Die Dateien umfassen dein Theme, deine Plugins, deine Uploads (also alle Bilder) und die WordPress-Konfiguration. Die Datenbank enthält deine Beiträge, Seiten, Kommentare, Einstellungen und alles, was du im WordPress-Backend eingibst.
Nur die Dateien oder nur die Datenbank zu sichern, reicht nicht. Du brauchst beides.
Wie oft du sichern solltest, hängt davon ab, wie oft du Inhalte veröffentlichst. Bei einem Blog, auf dem wöchentlich neue Rezepte erscheinen, ist ein tägliches Backup sinnvoll. Bei Blogs, die seltener aktualisiert werden, reicht ein wöchentliches Backup, aber nur, wenn du zusätzlich vor jedem Update ein manuelles Backup machst.

Die Wiederherstellung ist der Teil, den die meisten vergessen. Ein Backup, das du nie getestet hast, ist kein Backup, sondern eine Hoffnung. Wir haben schon Backup-Dateien gesehen, die korrupt waren, oder Backups, die zwar die Datenbank enthielten, aber nicht die Uploads.
Die Reihenfolge bei einer Wiederherstellung ist wichtig: Zuerst die Dateien zurückspielen, dann die Datenbank importieren, dann prüfen, ob die WordPress-Konfiguration (wp-config.php) die richtigen Datenbankzugangsdaten enthält.
Eine Staging-Umgebung ist ein Klon deines Blogs auf dem du Updates testen kannst, bevor sie auf den Live-Blog gehen. Viele Hoster bieten das als Ein-Klick-Funktion an. Wenn ein Update auf dem Staging-Blog Probleme macht, bleibt dein Live-Blog davon unberührt.
Unser Tipp: Stelle jetzt einen Termin in deinem Kalender ein, alle drei Monate ein Test-Restore zu machen. Lade das Backup herunter, prüfe ob Dateien und Datenbank enthalten sind, und spiele es testweise auf einer lokalen WordPress-Installation ein. Erst dann weißt du, dass dein Backup im Ernstfall funktioniert.
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