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Weiterleitungen, 404 und was passiert, wenn sich URLs ändern

Vor ein paar Wochen hat eine Kundin ihre Rezeptkategorien umstrukturiert. Aus "Hauptgerichte" wurden "Herzhafte Rezepte" und "Schnelle Küche"...

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Vor ein paar Wochen hat eine Kundin ihre Rezeptkategorien umstrukturiert. Aus "Hauptgerichte" wurden "Herzhafte Rezepte" und "Schnelle Küche". Klingt nach einer guten Idee, hat aber dazu geführt, dass über 60 bestehende URLs plötzlich ins Leere liefen. Google hat diese Seiten noch im Index, Besucher klicken drauf und landen auf einer Fehlerseite.

Das ist ein klassischer 404-Fehler. Die Seite existiert nicht mehr unter der alten Adresse. Und Google merkt sich das. Wenn zu viele URLs auf deinem Blog ins Leere führen, interpretiert Google das als Qualitätsproblem.

Die Lösung heißt Weiterleitung. Es gibt zwei wichtige Typen:

  • 301-Weiterleitung (permanent): Die alte URL wurde dauerhaft verschoben. Google überträgt die bestehende Ranking-Kraft auf die neue Adresse. Das ist der Standardfall, wenn du ein Rezept umbenennst oder Kategorien zusammenlegst.
  • 302-Weiterleitung (temporär): Die Verschiebung ist nur vorübergehend. Google behält die alte URL im Index. In der Praxis brauchst du das selten.

Wann werden Weiterleitungen nötig? Typische Situationen:

  • Du änderst den Slug eines Rezeptbeitrags (aus /kartoffelsuppe/ wird /cremige-kartoffelsuppe/)
  • Du legst Kategorien zusammen oder benennst sie um
  • Du wechselst die Permalink-Struktur in WordPress
  • Du löschst einen alten Beitrag, auf den externe Seiten verlinken

Unser Tipp: Bevor du eine URL änderst, prüfe in der Google Search Console, ob die alte URL Traffic bekommt. Wenn ja, ist eine 301-Weiterleitung Pflicht. Wenn die Seite ohnehin nie besucht wird, reicht es oft, sie einfach zu löschen.

In WordPress lassen sich Weiterleitungen am saubersten über ein Plugin wie Redirection oder direkt in der .htaccess-Datei einrichten. Wir empfehlen, jede Weiterleitung zu dokumentieren, damit du nach einem Jahr noch weißt, warum sie existiert.

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