Frisch und Lagerware verstehen
Äpfel im März — saisonal oder nicht? Die Antwort ist: kommt drauf an. Als Frischware vom Baum: nein. Als Lagerware aus dem Kühlhaus: ja...
Äpfel im März — saisonal oder nicht? Die Antwort ist: kommt drauf an. Als Frischware vom Baum: nein. Als Lagerware aus dem Kühlhaus: ja. Dieser Unterschied ist wichtiger, als er klingt.
Der Saisonkalender unterscheidet zwischen zwei Verfügbarkeitsarten: Frischware (direkt vom Feld oder Baum) und Lagerware (geerntet, aber eingelagert und über Monate verfügbar). Beide werden im Kalender angezeigt, aber visuell unterschiedlich dargestellt.

Warum ist das relevant? Weil ehrliche Saisonalität Vertrauen schafft. Ein Blog, der im Februar "saisonale Erdbeerrezepte" bewirbt, verliert Glaubwürdigkeit bei Lesern, die wissen, dass Erdbeeren erst ab Mai Saison haben. Andererseits: Kartoffeln im Dezember als "nicht saisonal" zu bezeichnen, wäre genauso falsch — sie sind als Lagerware problemlos verfügbar.
Für die meisten Wurzelgemüse ist die Lagerware-Phase sogar länger als die Frischphase. Karotten, Sellerie, Rote Bete — alle haben nur wenige Monate Ernte, aber viele Monate Lagerverfügbarkeit. Äpfel sind das bekannteste Beispiel: drei Monate frisch, dann sechs Monate aus dem Lager.
Im Kalender sehen deine Besucher auf einen Blick, ob eine Zutat gerade frisch vom Feld kommt oder aus dem Lager stammt. Das ist Information, die die meisten externen Saisonkalender nicht liefern.
Unser Tipp: Wenn du über saisonale Rezepte schreibst, nutze die Unterscheidung aktiv. "Dieses Rezept passt perfekt in den Herbst, wenn Kürbis frisch geerntet wird" ist stärker als "Kürbisrezept für den Herbst". Deine Leser merken, dass du weißt, wovon du sprichst.
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