Was KI bei Rezeptmigration leisten kann
Wir haben vor zwei Jahren unsere erste Rezeptmigration komplett manuell gemacht. 130 Rezepte, Freitext zu strukturierten Daten. Hat drei Wochen gedauert...
Wir haben vor zwei Jahren unsere erste Rezeptmigration komplett manuell gemacht. 130 Rezepte, Freitext zu strukturierten Daten. Hat drei Wochen gedauert. Die gleiche Migration würden wir heute mit KI-Unterstützung in drei Tagen schaffen. Nicht weil die KI alles alleine macht, sondern weil sie die repetitiven Teile übernimmt.
Was KI gut kann:
- Rezeptbestandteile in unstrukturiertem Text erkennen (Zutaten, Mengen, Schritte)
- Freitext in strukturierte Felder aufteilen
- Schreibweisen vereinheitlichen ("EL" und "Esslöffel" als dasselbe erkennen)
- Fehlende Angaben identifizieren ("Dieses Rezept hat keine Zubereitungszeit")
- Widersprüche finden ("Zutatenliste sagt 200g Butter, Schritt 3 sagt 150g")
- Vorschläge für Feldzuordnungen machen
Was KI nicht kann:
- Entscheiden, ob "gehackte Petersilie" und "glatte Petersilie, gehackt" dasselbe sind
- Beurteilen, ob ein Rezeptbild zum richtigen Schritt gehört
- Fehlende Informationen erfinden (wenn keine Zubereitungszeit angegeben ist, kann die KI sie nicht zuverlässig schätzen)
- Die strategische Entscheidung treffen, wie Kategorien zusammengelegt werden
Der Schlüssel ist: KI als Werkzeug einsetzen, nicht als Autopilot. Sie bereitet vor, sortiert und schlägt vor. Der Mensch prüft, entscheidet und korrigiert. Bei 200 Rezepten bedeutet das den Unterschied zwischen wochenlanger Handarbeit und einem überschaubaren Projekt.
Unser Tipp: Starte mit einem Testlauf an 10 Rezepten. Lass die KI die Extraktion und Zuordnung machen, prüfe das Ergebnis manuell. So siehst du sofort, wo die KI zuverlässig arbeitet und wo du nachsteuern musst.

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