Cluster-Aufbau in der Praxis
Theorie ist das eine, Umsetzung das andere. Hier ist der Prozess, den wir bei Kundenblogs verwenden, um aus einem unstrukturierten Rezeptarchiv sinnvolle Cluster zu machen...
Theorie ist das eine, Umsetzung das andere. Hier ist der Prozess, den wir bei Kundenblogs verwenden, um aus einem unstrukturierten Rezeptarchiv sinnvolle Cluster zu machen.
Schritt 1: Bestand sichten. Exportiere alle deine Rezepte in eine Tabelle. Titel, URL, Kategorie, Veröffentlichungsdatum. Bei den meisten Blogs reicht dafür ein Export aus WordPress oder ein Crawl mit Screaming Frog.
Schritt 2: Themen gruppieren. Sortiere die Rezepte nach thematischer Nähe. Nicht nur nach Kategorien, sondern nach Suchintention. "Kartoffelsuppe" und "Kartoffeleintopf" gehören zusammen, auch wenn sie in verschiedenen Kategorien liegen.
Schritt 3: Pillar-Seite bestimmen. Für jedes Cluster brauchst du eine zentrale Seite. Das kann eine bestehende Kategorieseite sein oder ein neuer Übersichtsbeitrag. Die Pillar-Seite verlinkt auf alle Cluster-Rezepte und wird von allen zurückverlinkt.
Schritt 4: Links setzen. Geh jedes Rezept im Cluster durch und ergänze interne Links. Zur Pillar-Seite, zu verwandten Rezepten, zu passenden Kategorien. Natürlich formuliert, nicht als Link-Liste am Ende.
Schritt 5: Lücken füllen. Wenn ein Cluster nur zwei Rezepte hat, überlege, welches dritte Rezept die Gruppe stärken würde. Neue Inhalte gezielt für bestehende Cluster zu erstellen ist effizienter als wahllos neue Rezepte zu veröffentlichen.
Ein häufiger Fehler: Zu viele Cluster gleichzeitig anfangen. Besser ist es, mit einem oder zwei Clustern zu starten, die Wirkung nach vier bis sechs Wochen in der Search Console zu prüfen und dann das nächste Cluster anzugehen.
Unser Tipp: Beginne mit deinem stärksten Thema. Wenn du 15 Kuchenrezepte hast, aber nur 3 Suppenrezepte, fang mit den Kuchen an. Der Aufwand ist geringer und der Effekt schneller sichtbar.

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