Alt-Texte, Dateinamen und Barrierefreiheit
Alt-Texte sind das, was Screenreader vorlesen, wenn jemand ein Bild nicht sehen kann. Sie sind auch das, was Google liest, um zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist...
Alt-Texte sind das, was Screenreader vorlesen, wenn jemand ein Bild nicht sehen kann. Sie sind auch das, was Google liest, um zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist. Trotzdem sind sie bei den meisten Foodblogs, die wir übernehmen, entweder leer oder enthalten nur den Dateinamen.
Ein guter Alt-Text beschreibt, was auf dem Bild zu sehen ist. Nicht was du dir dabei gedacht hast, nicht dein Keyword, sondern das sichtbare Motiv.
- Schlecht:
IMG_4523.jpgoderrezept-pasta - Besser:
Teller mit Spaghetti Carbonara, garniert mit Pecorino und schwarzem Pfeffer
Der Alt-Text muss kein ganzer Satz sein, aber er sollte spezifisch genug sein, dass jemand ohne das Bild versteht, was darauf zu sehen wäre. Keyword-Stuffing — also "Pasta Rezept Spaghetti Carbonara einfach schnell" — schadet mehr als es hilft.
Dateinamen sind der zweite blinde Fleck. WordPress übernimmt den Dateinamen, den du beim Upload mitgibst. IMG_4523.jpg sagt weder Google noch dir in drei Monaten etwas. Benenne Bilder vor dem Upload um: spaghetti-carbonara-teller.jpg reicht. Kleinbuchstaben, Bindestriche statt Leerzeichen, keine Umlaute im Dateinamen.
Barrierefreiheit geht über Alt-Texte hinaus. Bilder mit Text — etwa Infografiken oder Pin-Grafiken — brauchen einen Alt-Text, der den Textinhalt wiedergibt. Rein dekorative Bilder, die keinen Informationsgehalt haben, bekommen ein leeres alt="", damit Screenreader sie überspringen.
Nimm dir einmal eine Stunde Zeit und geh deine letzten zwanzig Rezepte durch. Fehlende Alt-Texte nachzutragen ist Fleißarbeit, aber sie zahlt sich bei Google und bei der Barrierefreiheit direkt aus.

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