Batch-Workflow: ein Shooting, mehrere Kanäle
Der größte Zeitfresser bei Foodblog-Bildern ist nicht das Fotografieren selbst, sondern das nachträgliche Zuschneiden und Bearbeiten für jeden einzelnen Kanal...
Der größte Zeitfresser bei Foodblog-Bildern ist nicht das Fotografieren selbst, sondern das nachträgliche Zuschneiden und Bearbeiten für jeden einzelnen Kanal. Die Lösung: Schon beim Shooting so fotografieren, dass alle Formate abgedeckt sind.
Schritt 1: Shooting planen. Bevor du die Kamera in die Hand nimmst, überleg dir, welche Bilder du brauchst. Für ein Rezept sind das typischerweise: ein Hauptbild für den Blog (Querformat), ein Pinterest-Bild (Hochformat 2:3), ein Instagram-Bild (4:5 oder 1:1). Das sind drei Zuschnitte, aber nicht drei separate Fotos.
Schritt 2: Mit Luft fotografieren. Wenn du das Motiv so platzierst, dass rundherum genug Raum bleibt, kannst du aus einem einzigen Foto alle drei Formate zuschneiden. Fotografiere etwas weiter weg, als du es für den Blog bräuchtest. Der Zuschnitt kommt danach.
Schritt 3: Batch-Bearbeitung. Bearbeite nicht jedes Bild einzeln. In Lightroom, Capture One oder auch im kostenlosen Darktable kannst du Bearbeitungsvorgaben (Presets) anlegen und auf alle Bilder eines Shootings gleichzeitig anwenden. Farbkorrektur, Belichtung, Weißabgleich — einmal einstellen, auf alle kopieren.
Schritt 4: Zuschnitte exportieren. Exportiere drei Varianten: Blog-Version (1200 px breit, Querformat), Pinterest-Version (1000 x 1500 px), Instagram-Version (1080 x 1350 px). Manche Blogger nutzen dafür Canva, was für die Pinterest-Version mit Text-Overlay gut funktioniert.
Schritt 5: Benennung. schokoladenkuchen-blog.jpg, schokoladenkuchen-pinterest.jpg, schokoladenkuchen-instagram.jpg. Klingt banal, aber nach dreißig Rezepten wirst du froh sein, dass du deine Dateien findest.
Das Ganze klingt nach Aufwand, spart aber pro Rezept mindestens dreißig Minuten im Vergleich zu drei separaten Bearbeitungsdurchgängen.
Wenn du diese Lektion gelesen hast, markiere sie als abgeschlossen.
