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Amazon Affiliate Links für Foodblogs

Lerne, was Amazon Affiliate Links sind, ob sie sich für deinen Foodblog lohnen, wie du sie richtig einsetzt und was Google davon hält.

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Marketing

Affiliate Links und Google — SEO-Auswirkungen

"Bestraft Google mich, wenn ich Affiliate Links verwende?" Diese Frage hören wir ständig — und die Antwort ist differenzierter als die meisten denken...

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"Bestraft Google mich, wenn ich Affiliate Links verwende?" Diese Frage hören wir ständig — und die Antwort ist differenzierter als die meisten denken.

Was Google offiziell sagt

Google hat eine klare Position zu Affiliate Links, die in den Search Quality Rater Guidelines und in verschiedenen Blogposts von Google-Mitarbeitern dokumentiert ist:

Affiliate Links an sich sind kein Problem. Google bestraft Websites nicht dafür, dass sie Affiliate Links enthalten. Das Programm ist legal, verbreitet und Google verdient selbst Geld mit Werbung — es wäre widersprüchlich, Affiliate-Modelle generell abzustrafen.

Was Google nicht mag: Seiten, die nur existieren, um Affiliate-Provisionen zu generieren, ohne echten Mehrwert zu liefern. In Googles Sprache heißt das "Thin Affiliate Content" — dünne Inhalte, die Produktbeschreibungen von Amazon kopieren, keine eigene Perspektive haben und dem Leser nichts bieten, was er nicht auch direkt auf Amazon finden würde.

Die rel="sponsored"-Frage

Google empfiehlt, Affiliate Links mit dem Attribut rel="sponsored" oder mindestens rel="nofollow" zu kennzeichnen. Das signalisiert Google: "Dieser Link ist eine bezahlte Empfehlung, keine redaktionelle Verlinkung."

In der Praxis bedeutet das:

  • Affiliate Links sollten das Attribut rel="sponsored noopener" tragen
  • Das verhindert, dass Google den Link als redaktionelles Signal wertet
  • Dein Ranking wird dadurch nicht schlechter — du gibst nur keinen "Link Juice" an Amazon weiter (was Amazon auch nicht braucht)

Wenn du ein Affiliate-Plugin wie AAWP verwendest, setzt das Plugin diese Attribute automatisch. Bei manuellen Links musst du das selbst einbauen.

Es gibt drei Szenarien, in denen Amazon Affiliate Links dein Google-Ranking tatsächlich verschlechtern können:

Wenn dein Beitrag im Wesentlichen eine Produktliste ist — fünf Küchenmaschinen, jeweils zwei Sätze und ein Amazon-Link — dann hat Google ein Problem damit. Nicht wegen der Links, sondern wegen des fehlenden Contents. Die Links sind das Symptom, die dünne Inhalte sind das Problem.

Die Lösung: Echter Mehrwert. Eigene Tests, persönliche Erfahrung, Vergleiche, Fotos, Vor- und Nachteile. Wenn dein Beitrag auch ohne die Links lesenswert wäre, bist du auf der sicheren Seite.

Ein 300-Wörter-Rezept mit acht Affiliate Links wirkt auf Google (und auf Leser) wie Spam. Als Faustregel: Maximal ein bis zwei Affiliate Links pro 500 Wörter Text. Bei einem ausführlichen 2.000-Wörter-Testbericht können es auch fünf bis sechs sein — aber dann ist der Content auch entsprechend umfangreich.

3. Gekaufte oder kopierte Produktbeschreibungen

Manche Foodblogger kopieren die Produktbeschreibung von Amazon und fügen ihren Link hinzu. Das ist Duplicate Content und bringt null Mehrwert. Google erkennt das und wird diese Seiten nicht gut ranken.

Das Helpful Content Update und Affiliate

Seit Googles Helpful Content Update (2022, verschärft 2023 und 2024) bewertet Google noch strenger, ob Inhalte "für Menschen geschrieben" sind oder "für Suchmaschinen". Affiliate-Seiten, die primär auf Klicks optimiert sind und keine echte Expertise zeigen, wurden in den Updates massiv abgestraft.

Für Foodblogger bedeutet das konkret:

  • Schreib über Produkte, die du wirklich benutzt. Nicht über Produkte, die hohe Provisionen haben.
  • Zeig eigene Bilder. Produktbilder von Amazon zu verwenden, zählt nicht als eigener Content.
  • Ergänze persönliche Erfahrung. "Ich benutze diese Pfanne seit zwei Jahren, und nach ca. 200 Benutzungen sieht die Beschichtung immer noch gut aus" — das ist der Mehrwert, den Amazon selbst nicht liefern kann.

Die E-E-A-T-Perspektive

Google bewertet Inhalte nach Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Für Affiliate-Inhalte auf Foodblogs heißt das:

  • Experience: Hast du das Produkt wirklich benutzt? Eigene Fotos, Langzeiterfahrung und konkrete Einsatzszenarien zeigen echte Erfahrung.
  • Expertise: Weißt du, wovon du sprichst? Ein Foodblogger, der seit Jahren backt, ist glaubwürdig bei Brotbackformen. Bei Staubsaugern weniger.
  • Authoritativeness: Bist du eine Stimme in deiner Nische? Blog-Autorität kommt durch konsistenten, guten Content — nicht durch Affiliate Links.
  • Trustworthiness: Bist du ehrlich? Wer auch Nachteile nennt und nicht jedes Produkt "empfiehlt", wirkt vertrauenswürdig.

Praktische SEO-Checkliste für Affiliate-Beiträge

Bevor du einen Beitrag mit Affiliate Links veröffentlichst, geh diese Punkte durch:

  • Alle Affiliate Links haben rel="sponsored noopener"
  • Der Beitrag hat mindestens 800 Wörter echten Content (nicht Produktbeschreibungen)
  • Du hast eigene Bilder oder Screenshots verwendet
  • Die Kennzeichnung als Affiliate/Werbung steht am Anfang des Beitrags
  • Das Verhältnis von Content zu Links ist angemessen (maximal 1–2 Links pro 500 Wörter)
  • Der Beitrag wäre auch ohne die Links lesenswert
  • Du schreibst über Produkte aus deinem Fachgebiet (Kochen/Backen, nicht Elektronik)

Wenn du alle Punkte abhaken kannst, hast du von Google nichts zu befürchten.

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