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Amazon Affiliate Links für Foodblogs

Lerne, was Amazon Affiliate Links sind, ob sie sich für deinen Foodblog lohnen, wie du sie richtig einsetzt und was Google davon hält.

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Marketing

Amazon Affiliate Links richtig einsetzen

Wenn du dich entschieden hast, Amazon Affiliate Links zu nutzen, dann mach es richtig...

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Wenn du dich entschieden hast, Amazon Affiliate Links zu nutzen, dann mach es richtig. Die meisten Foodblogger machen dieselben Fehler: zu viele Links, falsche Produkte, keine Strategie. Hier zeige ich dir, was funktioniert — und was du lassen solltest.

Wir haben Blogs übernommen, in denen jedes einzelne Rezept fünf bis zehn Amazon-Links hatte. Olivenöl, Salz, Pfeffermühle, Silikonspatel, Backform — alles verlinkt. Das Ergebnis: Die Klickrate lag bei unter 0,3 Prozent und die Leser haben die Links schlicht ignoriert.

Warum? Weil niemand beim Lesen eines Rezepts plötzlich eine Pfeffermühle bei Amazon kaufen will. Die Leute sind in Koch-Stimmung, nicht in Kauf-Stimmung. Links müssen zum Kontext passen — und der Kontext eines Rezepts ist Kochen, nicht Einkaufen.

Was stattdessen funktioniert

Dedizierte Ausrüstungsartikel. Ein Beitrag wie "Meine Küchenausstattung — welche Geräte ich wirklich nutze" oder "Brotbacken zuhause — welches Zubehör du brauchst" ist der richtige Ort für Affiliate Links. Hier suchen die Leser aktiv nach Kaufempfehlungen.

Produkt-Erwähnungen im natürlichen Kontext. Wenn du in einem Rezept einen besonderen Topf verwendest und erklärst, warum gerade dieser Topf für dieses Gericht wichtig ist, dann ist ein Affiliate-Link sinnvoll. "Ich verwende dafür meinen gusseisernen Bräter von Le Creuset" — das ist eine echte Empfehlung, kein aufgedrückter Link.

Saisonale Geschenke-Guides. "10 Geschenke für Hobbyköche unter 50 Euro" vor Weihnachten oder "Grillzubehör, das sich lohnt" im Frühling — solche Beiträge haben Suchvolumen und Kaufintention.

Die Faustregel: Lieber drei Links, die wirklich überzeugen, als zwanzig, die keiner anklickt. Jeder Affiliate Link braucht:

  1. Einen echten Grund. Warum empfiehlst du genau dieses Produkt? Was ist deine persönliche Erfahrung damit?
  2. Kontext. Was macht das Produkt besser als die Alternative? Oder: Für wen ist es geeignet, für wen nicht?
  3. Ehrlichkeit. Wenn ein Produkt Schwächen hat, sag das. "Der Thermomix ist genial für Teige und Suppen, aber für 1.400 Euro muss man schon wirklich oft kochen, damit sich das rechnet." Das wirkt glaubwürdig — und glaubwürdige Empfehlungen konvertieren besser.

Im Fließtext funktionieren Affiliate Links am besten, wenn sie natürlich eingebettet sind. Nicht "Hier kaufen!" mit großem Button, sondern: "Den Bräter, den ich seit drei Jahren verwende, gibt es bei Amazon für ca. 220 Euro."

In einer Empfehlungsbox am Ende eines Ausrüstungsartikels. Eine kurze Zusammenfassung: Produktname, warum du es empfiehlst, ungefährer Preis, Link. Keine fünf Bilder, keine Amazon-Widgets — schlank und ehrlich.

Nicht im Rezeptblock. In der Zutatenliste oder der Anleitung haben Affiliate Links nichts verloren. Das lenkt ab und wirkt unseriös. Wenn du ein Produkt empfehlen willst, mach das im Fließtext über oder unter dem Rezept.

Produkte, die für Foodblogs funktionieren

Aus unserer Erfahrung konvertieren diese Produktkategorien am besten:

  • Küchengeräte ab 50 Euro (Standmixer, Küchenmaschinen, Brotbackautomaten) — höherer Warenkorbwert, mehr Provision
  • Spezielles Backzubehör (Sauerteig-Sets, Gärkörbchen, Brotbackformen) — Nischenprodukte mit gezielter Suche
  • Kochbücher — natürliche Verbindung zum Content, gute Provision (4,5 %)
  • Küchenutensilien mit Alleinstellungsmerkmal (Microplane-Reibe, japanische Messer) — Produkte, die man nicht im Supermarkt findet

Was schlecht konvertiert: Standard-Lebensmittel, Allerwelts-Küchengeräte (ein normaler Schneebesen), alles unter 10 Euro Warenkorbwert.

Ein Thema, das viele vergessen: Amazon-Produkte verschwinden. Der Bräter, den du vor zwei Jahren verlinkt hast, ist nicht mehr verfügbar. Der Link führt ins Leere oder zu einem Drittanbieter mit dreifachem Preis.

Prüfe deine Affiliate Links mindestens zweimal im Jahr. Entferne oder aktualisiere tote Links. Nichts wirkt unprofessioneller als ein "Meine Empfehlung"-Link, der zu einer 404-Seite führt.

Es gibt Plugins wie "Broken Link Checker", die das automatisieren — aber auch die kosten Performance. Bei unter 50 Links lohnt sich die manuelle Prüfung.

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