Du planst einen Foodblog zu bauen oder ihn zu überarbeiten und stellst dir die Frage, was ist die richtige Softwareplattform, was ist das richtige Softwarekonzept für meinen Foodblog? Und was kostet es mittelfristig?
Diese Frage versuche ich in diesem Beitrag hier zu beantworten.
In der Vergangenheit gab es hier nur eine ernsthafte Antwort, und das war WordPress. Allerdings hat sich WordPress nicht stark weiterentwickelt und hat eine Menge Limitierungen, aber auch einige Vorteile. Alternative Plattformen, die man im Netz findet, sind Wix, Jimdo, Webflow, Squarespace, Ghost und Medium oder eben softwarebasierte Ansätze wie Astro oder Next.js
Inhaltsverzeichnis
Kurzfazit für Eilige
Eine Standard-WP-Umgebung mit vielen Plugins und einem Theme ist in 2026 nicht mehr wettbewerbsfähig. Aufgrund der Plugins und der Themes ist eine Standard-WordPress-Umgebung zu langsam, um ohne Optimierung in Suchmaschinen gut zu ranken. Im Ergebnis muss man wieder viel Geld in die Optimierung stecken, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Moderne Plattformen wie Next.js oder Astro haben aber nicht diese Rezept-Plugin-Funktionalität oder die VG Word-Integration, die man von WordPress kennt. Dafür sind sie rasend schnell und ermöglichen auch erweiterte Features wie eine Rezeptsuche, einen Rezeptplaner oder eine Favoritenliste.
Es gibt daher drei Optionen:
- Standard WordPress mit vielen Plugins – nur noch für Hobby-Blogger. Hosting circa 10 Euro im Monat
- Ein hochoptimiertes WordPress ohne Plugins ist wettbewerbsfähig, ähnelt aber eher einer statischen HTML-Seite mit Rezeptfunktionalitäten. Hosting ca. 15 Euro im Monat.
- Eine Food-Blog-Entwicklung auf Basis von Next.js ist die Goldrand-Lösung.
Hier sind die Kriterien und meine Meinung dazu, um die verschiedenen Alternativen übereinander zu legen. Wenn du generell auf der Suche nach Foodblog-Tipps bist, dann findest du hier meine wichtigsten Hinweise.
Der Betrieb, die Kosten und die Sicherheit
Da WordPress eher eine Frontend-Applikation ist, gibt es mit PHP eine sehr, sehr günstige Technologie. Nahezu alle Webhosting bieten ein 5- bis 20-Euro-Paket an. WordPress ist Ziel von Millionen von Angriffen pro Tag, aber man kann diese Angriffe relativ gut über ein CDN abfangen, oder einfach mit guten Passwörtern einen Einbruch verhindern.
Hauptproblem sind die Plugins und die Themes, die nach und nach veralten und dann eben nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Aufgrund der Open Source Thematik regelmäßig Angriffe aushalten müssen und diesen Angriffen auch zum Opfer fallen. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn man kann durch ein reaktives Sicherheitskonzept und ein Backup den Schaden sehr leicht wieder reparieren.
Bei den gehosteten Anbietern wie Wix, Jimdo oder Webflow ist die Sicherheit um einiges höher, da man sich auf den Anbieter verlassen kann.
Die modernen Applikationen wie Next JS benötigen einen Webhoster mit Node.js-Unterstützung oder einen kleinen virtuellen privaten Server. Eine solche Lösung ist per se aufwendiger und unsicherer, wenn man sie nicht auf einer globalen Cloud-Plattform wie Vercel hosten möchte.
Unterm Strich kann man WordPress im Hobby-Modus für circa 150 Euro im Jahr betreiben. (reines Hosting). Für ein performantes WordPress muss man ca. 300 bis 400 Euro rechnen. Webflow, Wix und so weiter sind die gehosteten Lösungen, die in einem ähnlichen Bereich liegen.
Für eine Plattform wie Next muss man 30 bis 70 Euro rechnen, da die Applikationen in der Regel mächtiger sind. Es gibt Hosting-Angebote in Höhe von ca. 120 Euro im Jahr und im Endausbau sind es 240 Euro. Aber man muss noch etwas Konfiguration und Einrichtung mit einrechnen.
Übersicht Hosting-Kosten (jährlich)
| Plattform / Typ | Nutzungsszenario | Kosten pro Jahr (ca.) | Hinweise |
|---|---|---|---|
| WordPress | Nutzung: Hobby-Modus | Kosten: ≈ 150 € | Hinweis: Reines Hosting |
| WordPress | Nutzung: Performante Installation | Kosten: ≈ 300–400 € | Hinweis: Optimiertes Hosting für bessere Performance |
| Webflow, Wix & Co. | Nutzung: Gehostete Baukasten-Lösungen | Kosten: Ähnlich wie performantes WordPress (≈ 300–400 €) | Hinweis: Inklusive Hosting |
| Next (Plattform) | Nutzung: Basis / einfache Anwendung | Kosten: ≈ 30–70 € | Hinweis: Mächtigere Applikationen, höhere Anforderungen |
| Next (Plattform) | Nutzung: Typische Hosting-Angebote | Kosten: ≈ 120 € | Hinweis: Jährliche Hosting-Angebote |
| Next (Plattform) | Nutzung: Endausbau | Kosten: ≈ 240 € | Hinweis: Zusätzlich Konfiguration und Einrichtung einplanen |
Sicherheit (zusätzlich zu den Hosting-Kosten)
- Regelmäßige Backups (mindestens täglich, besser versioniert)
- Automatisierte Updates von System, Plugins und Themes
- SSL/TLS-Zertifikate (HTTPS) zwingend aktivieren
- WAF / Security-Plugin (z.B. Rate Limiting, IP-Blocking, Login-Schutz)
- Starke Passwörter und 2-Faktor-Authentifizierung (2FA) für Logins
- Getrennte Staging-Umgebung für Updates und Tests
Je nach Projektumfang können für professionelle Sicherheitslösungen (Security-Suite, zusätzliche Backups, Monitoring) weitere 50–200 € pro Jahr anfallen.
Der Funktionsumfang
Für einen Foodblog braucht man folgende Basisfunktionalitäten:
– Rezeptseiten mit Bewertungen
– Rezeptsuche
– Rezeptübersichtsseiten
Idealerweise hat man auch noch folgende Funktionalitäten:
– Favoriten speichern
– Rezept-Newsletter
– Wochenplaner
In Deutschland ist noch toll, wenn man eine VG Wort Integration hat.
In Hobbyprojekten kann man problemlos einen Foodblog mit Rezept-Plugins umsetzen. Hier mein Artikel für alle Interessierten zum Thema Rezeptplugins. In PHP und WordPress kann man nahezu alles andere nativ abbilden. Es gibt aber keine fertige Lösung als Plugin für den Rezeptnewsletter, den Wochenplaner und den interaktiven „Favoriten speichern“ Button. Sie fühlen sich oft wie Fremdkörper in WordPress an und kollidieren auch oft mit den lazy load CSS Einstellungen et cetera
In Webflow, Wix, Squarespace und Jimdo gibt es auch keine Rezept-plugins, da es nicht mal die Rezeptseiten als Plugin gibt und daher kann man sie guten Gewissens als günstige Lösung ausschließen.
Die Technik
Ambitionierten Bloggern empfehlen wir in 2026 nur noch eine native WordPress-Funktionalität ohne Plugins. Viele der Plugins sind veraltet und werden nicht mehr richtig unterstützt. Unsers Erachtens ist auch der Plugin-Markt komplett zusammengebrochen, da sich viele Entwickler nicht mehr an der Zukunft der WordPress-Plattform beteiligen, sondern alles in den Händen der WordPress.com Firma liegt und es gibt so richtig Stress im WordPress-Land.
Das ist gut und schlecht. Schlecht für die Plugins, gut für WordPress und PHP. PHP ist keine per se schlechte Technik. Sie ist sehr HTML-nah, bewährt und günstig zu betreiben. Allerdings hängt die Performance extrem vom Hosting, der Bilddoptimierung, dem Caching, der Anzahl der Plugins, der Anzahl der Extras ab, die in jeder Seitenanfrage geladen werden. Oftmals hat man Ladezeiten von bis zu 3 Sekunden und selbst extrem optimierte Foodblogs kommen nicht unter eine Sekunde Ladezeit
Moderne Technologien wie Next JS generieren die Seiten als statische Dateien inklusive aller Optimierungen und nur die Dateien, die benötigt werden, sind auch in jeder Datei, die abgefragt wird, vorhanden. Ladezeiten von 0,3 Sekunden bis 0,5 Sekunden sind die Regel. Gleichzeitig bietet Nächst auch die Möglichkeit React einzubinden, um eine App-ähnliche Bedienung zu ermöglichen.
In so einer Plattform machen dann auch Favoriten, Newsletter, Wochenplaner und andere coole Foodblogger-Features Spaß.
Zusammenfassung
WordPress als reine Publishing-Lösung ist im Hobby-Umfeld immer noch eine Bank. Aber im ambitionierten Foodblocker-Umfeld muss man eher Features wegnehmen, um die Page-Speed-Ziele in Kombination mit guten Funktionen zu erreichen, die heute ein professioneller Foodblog benötigt.
Die Kosten für ein Hobby-Projekt belaufen sich im Jahr auf ca. 150 bis 200 Euro für Hosting, ein WP Rocket und ein gutes Theme wie Astra Pro. Die Implementierung kostet etwa 300 bis 400 Euro.
Für ein professionelles WordPress-Projekt benötigt man keine Plugins mehr, aber dafür einen Entwicklungs- und Designprozess auf der Basis von WordPress. Die Umgebung läuft dann z.B. hier auf einer 13 Euro im Monat Umgebung. Es gehen theoretisch auch kleinere Umgebungen mit 8 Euro Gebühren. Die Implementierung kostet etwa 800 bis 1 500 Euro.
Next.js Umgebungen muss man in einem Webhosting mit circa Node.js Unterstützung implementieren. Hetzner ist so ein Anbieter und dort zahlt man zwischen 120 und 240 Euro im Jahr für reines Webhosting ohne eigenen Server. Aber die Kosten für eine Webentwicklung belaufen sich zwischen circa 1.000 und 15.000 Euro.
WordPress vs. Next.js – Kosten & Einsatzszenarien
| Plattform / Typ | Nutzungsszenario | Kosten pro Jahr (ca.) | Implementierung (einmalig) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| WordPress | Nutzung: Hobby-Foodblog / reine Publishing-Lösung | Kosten / Jahr: ≈ 150–200 € (Hosting + WP Rocket + Astra Pro) | Implementierung: ≈ 300–400 € | Hinweis: Viele Plugins, im ambitionierten Umfeld muss man für gute Page-Speed-Werte eher Funktionen reduzieren. |
| WordPress (professionell) | Nutzung: Professioneller Foodblog | Kosten / Jahr: ≈ 96–156 € (8–13 €/Monat Hosting) | Implementierung: ≈ 800–1.500 € | Hinweis: Kaum/keine Plugins, dafür individueller Entwicklungs- und Designprozess auf WordPress-Basis, optimiert für Page-Speed und professionelle Anforderungen. |
| Next.js | Nutzung: Professionelle, individuell entwickelte Anwendung | Kosten / Jahr: ≈ 120–240 € (Webhosting mit Node.js-Unterstützung, z.B. Hetzner) | Implementierung: ≈ 1.000–15.000 € | Hinweis: Benötigt Hosting mit Node.js; sehr flexibel, aber deutlich höherer Entwicklungsaufwand als klassische WordPress-Setups. |
Wir betreuen viele Foodblogs und es ist interessant, dass man mit wenig Aufwand und viel Page Speed und den richtigen SEO-Features immer noch extrem erfolgreich sein kann. Aber die Luft für Multi-Purpose-Blocks, die langsam sind und nicht gut strukturiert wird, wird immer dünner.
Wir haben mehrere Angebote für Blogger. Die Betreuung eines Foodblogs, den Neuaufbau und das Neuaufsetzen oder Makeover.

