“Was hast du eigentlich mit Foodblogs zu tun, Katharina?”

Diese Frage wird mir sehr häufig in meinem privaten und beruflichen Umfeld gestellt. Wahrscheinlich nach “Kann man davon leben?” die zweithäufigste Frage. Hier der Versuch einer Antwort für alle Aussenstehenden!

Nach einer Karriere im Leistungssport entschied ich mich nach dem Abitur für ein duales BWL-Studium. Die Entscheidung fiel auf ein global agierendes Pharmaunternehmen. Nach Studienabschluss ging mein Werdegang in diesem Unternehmen über die Gesundheitspolitik zum Produkt-Management. Die letzten zwei Jahre war ich verantwortlich für den Bereich Frauengesundheit.

Als Produkt Managerin großer Marken und mit einem Budget von über einer Million Euro schaltete ich u.a. Werbung in Magazinen, investierte das Geld in Kongresse und übernahm ein großes Social Media Projekt. Dieses bestand anfangs nur aus einer Facebookseite (diese hat mittlerweile knapp 70.000 Follower) und wurde später durch Instagram erweitert. Die Budgets, die ich in Social Media Anzeigen und Content investierte, gingen in den sechsstelligen Bereich. Das Ziel war erstmal der Aufbau einer Community für Frauen.

Ob das Geld gut investiert ist?

Die Idee war briliant, die Website jedoch nicht sonderlich erfolgreich und die organische Reichweite der Facebookseite liegt bei ca. 3 %. Die eingestreuten Werbebotschaften werden von Usern und somit auch Facebook ignoriert, derweil sich lustige Spruchkarten größter Beliebtheit erfreuen.

Nach und nach wuchs in mir die Idee, dass die Möglichkeiten des Social Media Zeitalters sinnvoller für Kunden und Nutzer eingesetzt werden können. Im privaten Umfeld half ich kleineren Unternehmen virale Influencer-Kampagnen zu organisieren, um natürlich auch selbst zu lernen.

Im Rahmen dieser Projekte habe ich Instagram und Youtube besser kennengelernt und mich immer tiefer in die Welt der Videos, Posts und Kommentare eingearbeitet. Speziell die Möglichkeit mit Marken zu interagieren, begeisterte mich von Anfang an. Wo kann man schon so nah an einen Star oder an eine Marke herankommen als in den Kommentaren eines Posts oder Videos?

Nach vielen Versuchen und einer gehörigen Portion Lehrgeld habe ich ein paar “magische” Knöpfe entdeckt. Welche Marke oder welcher Webshop träumt nicht davon eine Aktion zu machen und 24 Stunden später nahezu alles verkauft zu haben, oder 2000 echte, neue Follower zu gewinnen?

Der Foodblog “Sophies Himbeerlounge”

Durch private Umstände beschlossen mein Mann und ich uns gesünder zu ernähren und diese Reise als kleinen Instagram-Foodblog ins Web zu stellen. Zu erst anonym, um die Reaktionen zu testen und dann nach und nach mit immer mehr Leidenschaft und Überzeugung.

Die Reaktionen waren gigantisch. Eine neue Welt der Foodblogs eröffnete sich mir und ich begann die Community zu verstehen. Es gibt in Deutschland hunderte von überzeugten Ernährungsexperten, Foodfotografen oder einfach nur Vorbildern, die JEDEN Tag ihr Herzblut in ihre Projekte stecken. Oftmals investieren sie ihr eigenes Geld, um ihren Überzeugungen zu folgen und lassen dabei ihre Fangemeinde daran teilhaben. In der Welt des Essens in Kombination mit Social Media gibt es so viel Schönes, Kontroverses, Gesundes, und auch Bewundernswertes zu entdecken.

Diese Erkenntnisse und das Interesse an Social Media führten mich in die Selbständigkeit mit Foodblogliebe. Auf der einen Seite berate ich Firmen und Marken wie sie diese Potentiale im Foodblogger-Umfeld nutzen können und auf der anderen Seite liebe ich die Arbeit mit der Foodblogger-Community. Es ist unglaublich schön gemeinsam mit den Foodbloggern zu wachsen und die Fortschritte zu bewundern.

Viele Foodblogger betreiben ihren Foodblog nebenberuflich, aber jeder träumt davon sein Hobby zum Beruf zu machen. Das Leben ist einfach zu kurz, um seinen Träumen nicht zu folgen!

Eure Katharina

*Aus Sicht von SEO ist dieser Beitrag eine Katastrophe, aber die echten Geschichten sind eben echte Geschichten und keine Key Word Konstrukte.