Der Traum vom Foodbloggen ist ein schöner, aber wie und was bedeutet es wirklich? Was muss man tun, um mittelfristig erfolgreich zu sein?

Die Nische beim Foodbloggen

Man muss sich eine sehr konkrete Nische suchen, denn die Konkurrenz ist mörderisch. Bei Instagram gibt es ca. 2000 deutschsprachige Foodblogs und wahrscheinlich mehr als 100.000 englischsprachige Foodaccounts. Für Rezepte dominieren in unserem Sprachraum Plattformen wie Chefkoch.de, EssenundTrinken.de oder lecker.de.

Daher ist eigentlich von Anfang an klar, dass die Welt nicht auf noch einen weiteren Foodblogger gewartet hat. Man muss sich seine Aufmerksamkeit entweder durch permanente Präsenz in den sozialen Medien hart erkämpfen, oder anders als der Rest sein.

Der Schlüssel: eine besonders clevere Kombination aus beiden Elementen!

Welche Möglichkeiten hat man, um seinen Foodblog in dieser Welt zu positionieren?

  1. Ernährungs – oder Lebensstile. Es gibt in den sozialen Medien bereits eine Menge Communities, die sich gegenseitig unterstützen. Ein paar Beispiele: vegan, vegetarisch, Low Carb, keto, Weightwatchers, Paleo, Ayurveda, Cleaneating, gesunde Ernährung, zuckerfreie Ernährung und viele mehr. Es ist viel einfacher an existierende Communities oder Themen anzudocken, als einfach mit „guten Rezepten“ erfolgreich zu sein.
  2. Zielgruppen. Foodblogger können sich an unterschiedliche Zielgruppen richten: Männer, Frauen, Kinder, Berufstätige, Schwangere, Familien, Rentner …! Je genauer die Zielgruppe beschrieben, desto einfacher ist es seine Zielgruppe auch zu erreichen. An wen wendet sich die Website www.grosseleute.de wohl?
  3. Unterthemen. Natürlich gibt es auch bei Foodblogs Unterthemen wie Backen, Frühstücken, Kochen, Torten, Mugcakes, Grillen oder Plätzchen. Vielleicht wird man mit seinem Blog nicht Chefkoch.de ablösen, aber eben DER Plätzchenpapst oder DIE Biskuitbodengöttin werden!
  4. Medien, Motive und Formate. Es gibt unterschiedliche Medien wie Bilder, Videos oder Texte und passend dazu gibt es auch unterschiedliche soziale Netzwerke. Videos sind nicht einfach zu erstellen und daher fangen viele Blogger mit Bildern an. Auch mit Bildern kann man sich extrem differenzieren, in dem man einen eigenen Stil entwickelt. Viele Instagramer haben den perfekten Bildaufbau in monatelangen Testreihen herausgearbeitet und planen ihre Bilder sehr sorgfälltig. Das ist in etwa vergleichbar mit der Konfiguration eines neuen BMWs.
  5. Unterhaltungswert. Ob Blogger es wollen oder nicht, Bloggen ist immer auch Entertainment. Ja, die Informationen sind nützlich, aber Blogger oder Youtuber, die einen hohen Unterhaltungswert haben, können sich durch ihre Gedanken oder Ansichten stark differenzieren.
  6. Viralität. Ein Social Media Beitrag ist stets auch eine potentielle virale Welle. Manche Informationen wollen wir neben den nützlichen Rezepten und Anleitungen einfach weitererzählen. Negative Gefühle wie Empörung, Schadenfreude oder Neid führen zu einer hohen Viralität. Jeder kennt die Failvideos, in denen jemand auf die Nase fällt oder Empörungswellen bei Accounts wie „The Richkids of Instagram“. Auf der anderen Seite teilen wir auch Überraschungen oder die Dinge, die uns sehr viel Freude bereiten (Vorsicht: Zufriedenheit und Glück sind Gefühlslagen, die nicht zum viralen Content werden.)

Zusammenfassend ist das doch total leicht. Die perfekte Nische ist ein Witze erzählender Bäcker, der vegane Kindergeburtstagskuchen backt, diese mit Kinderhänden auf dem Bild ablichtet und die politische Einstellung von Donald Trump teilt!

Welche Nische ist eure Lieblingsnische? Wie habt ihr euren Weg gefunden? Kommentiert doch einfach in den Kommentaren!

Falls ihr euch für die Foodblogliebe-Community interessiert, dann findet ihr sie hier.