11 Tipps für “werdende” Foodblogger

Du überlegst einen Foodblog aufzubauen und bist auf der Suche nach Informationen und Tipps. Dann bist du hier richtig, da ich hier alle meine Tipps für

1. Die Foodblog-Nische ist das Wichtigste

Jeder weiß es…

Leider ist die Auswahl einer Nische vermutlich die schwierigste Aufgabe und es ist extrem kontraintuitiv. Viele Blogger denken man könnte hier noch was machen und hier noch was machen. Es gibt x Beispiele dafür, wie Blogger erst ein Blogprodukt entwickeln und dann Leser für ihren Content suchen.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Man muss erst die Leser verstehen und dann kann man Rezepte und Content entwickeln.

Stell dir die Fragen:

Wer ist mein Leser? Wo kommt er her? Wo will er hin? Was sind seine Ängste und Probleme?

Wir werden hier demnächst einen Kurs veröffentlichen, wie man eine Nische entwickelt.

2. Der eigene Blog ist wichtiger als alle Social Media Accounts

Jeder Blogger weiß es (eigentlich).

Die Instagram und Facebook Follower gehören eigentlich Marc Zuckerberg. Accounts können gelöscht werden. Die Werbung ist stellenweise mehr als komisch und Datenschutz können diese Plattformen nicht mal buchstabieren.

Wenn jeder Blogger für jede Stunde, die er auf seinem Instagram-Account Likes verteilt an seinem Blog arbeiten würde, dann wären deutlich mehr Umsätze in Taschen der Blogger.

Nichts desto macht Instagram sehr viel Spaß und bestimmt 50 % der Blogger waren erst Instagramer bevor sie Blogger wurden. Aber es ist auch noch kein Instagram-Profi vom Himmel gefallen, daher hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Tipps für Instagram.

3. Die wichtigsten Google Tipps für Foodblogger

Je mehr andere Webseiten auf deinen Blog und deine Rezepte verweisen, desto besser für dein Google Ranking.

Je besser du deine Artikel, Rezepte und Inhalte für Google bereitstellst, desto besser behandelt dich Google. In meinem SEO-für-Rezepte-Artikel habe ich angefangen alle wichtigen Dinge zusammenzufassen. Wir verwenden in unseren Foodblogliebe-Blogs Rankmath Pro für SEO.

Je mehr andere Google Tools du verwendest, desto besser findet dich Google (z.B. Google My Business).

Je mehr Zeit die Leser mit deinem Blog verbringen, desto höher rankst du.

Je schneller deine Website lädt, desto höher dein Ranking. Daher haben wir auch uns auch an der Entwicklung eines Rezept-Plugins beteiligt. Es ist kein Rezept-Plugin im eigentlichen Sinne, eher ein Gutenberg-Block. Rezept-Plugins sind oftmals leider schuld an schlechten Ladezeiten des Blogs. Mehr Informationen hier.

Je weniger Konkurrenz es um deine Keywords geht, desto einfacher bekommst du gute Rankings.

Je älter dein Blog ist, desto besser findet dich Google. Oftmals dauert es einfach 3-6 Monate bis man bei Google in den ersten 10 Rängen auftaucht.

Wenn sich an deinem Blog regelmäßig etwas ändert und neue Seiten hinzukommen, desto besser findet dich Google.

Suchmaschinen wie Google werden langfristig die wichtigste Quelle für deine Besucher sein. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass Instagram nicht den Weg von Facebook geht. Social Media wird sich schneller verändern als das Internet an sich.

4. Die wichtigsten Prinzipien für deinen Foodblognamen

Der Name sollte nicht länger als 15 Zeichen sein, da er sonst bei Twitter abgekürzt werden muss.

Der Name sollte in allen sozialen Medien frei sein und du solltest auch überall ein kleines Profil anlegen und auf deinen Blog verlinken.

Die .de-Domain sollte frei sein. (oder zumindest eine .net oder .org). Für internationale Blogs sind .com auch eine Option.

Der Name sollte ein Wertversprechen in deiner Nische abgeben, ohne dass man den Blog je gesehen hat. Der eigene Name wird in meinen Augen überbewertet.

Keinen Namen mit Markenbezeichnungen.

Keine Namen, die 50 % der Menschheit weder aussprechen noch schreiben können.

Keine Umlaute, da dass Internet immer noch nicht bereit für Äs und Üs ist.

5. Die Rezepte in deinem Foodblog

Rezepte sind toller Content für das Internet. Nur leider gibt es sie an jeder Ecke umsonst. Promis und existierende Foodblogger haben den Markt überschwemmt. Es muss als Gründe für einen weiteren Foodblog geben (Siehe deine Nische). Wenn man Rezepte präsentiert, dann sind folgende Aspekte wichtig:

  • Eine Rezeptübersicht mit einer Suche und evtl. auch Filtern.
  • Rich-Pins für Pinterest.
  • Ein gutes Rezept-Plugin erleichtert die Arbeit.
  • Neben den Zutaten bieten auch immer mehr Foodblogger die Nährwerte an.
  • Leser fragen in 2020 noch nach Ausdrucken.

Es gibt hier einen eigenen Artikel über Rezepte und SEO.

Inhaltlich kann man vieles mehr bieten. Welche Zutaten, welche nicht? Wo kauft man ein? Wie bereitet man alles vor. Was habt ihr ausprobiert? Was wollt ihr ausprobieren?

6. Dein Foodblog Logo – Tipps

Das Logo ist Herzenssache und jeder glaubt, er oder sie bräuchte eins. Ja und auch ich hatte mehrere und habe auch ganz ordentlich Lehrgeld bezahlt.

Für ein gutes Logo braucht es verschiedene Dateien zum Drucken, im Internet, eine  Version mit transparentem Hintergrund, eine schwarzweiße Version, eine mit Schriftzug, eine ohne Schriftzug.

Aber… am Anfang ist das gar nicht notwendig.

Man kann sich so ein Logo auch am Anfang als tollen Schriftzug bei Google Fonts in, zum Beispiel, Canva aussuchen und einfach als PNG downloaden. Dieses Bild kannst du am Anfang als Logo verwenden und wenn du mehr Zeit und Energie in den Blog verwendet hast, dann ist es sinnvoll DAS Logo zu kreieren.

7. Foodblogger – Equipment

Als Foodblogger gibt es eine Menge professionelles Equipment und hier sind die wichtigsten in einer Liste:

  • Fotokamera (eine gute Handykamera reicht für den Anfang, aber mir ist kein Foodblogger bekannt, der mit einem Handy über längere Zeit überdurchschnittlich erfolgreich geworden ist)
  • Laptop mit Bildbearbeitungsprogrammen
  • Softboxen oder ein Fotografenblitzlicht
  • Viele verschiedene Hintergründe und Untergründe (kann man kaufen oder selber basteln)
  • Deko wie Schalen, Schüsseln, Löffel, Messer uvm.
  • Einen eigenen Blog
  • Diverse Social Media Accounts

8. WordPress und Foodblogs

WordPress.org ist aktuell Stand 2020/2021 die beste Plattform für Blogger PUNKT

Es gibt zwar Alternativen, die einfacher oder komplexer sind. Aber die Nachteile, die man sich damit als Blogger einkauft sind beträchtlich. Als Blogger mit dem Schwerpunkt Food sind reine Blogging Plattformen wie Ghost oder Medium nicht geeignet, da wir die Bilder in Szene setzen müssen. Komplexere Systeme haben wiederrum keine einfachen Integration in typische Bloggermonetarisierungsmechanismen.

Aber WordPress ist nicht perfekt. Es wird zwar immer besser, aber auch immer komplizierter.

Um mit Bloggen zu starten, reicht am Anfang ein einfacher Account bei wordpress.com. Dort kann man vieles alles ausprobieren. Ich habe auch dort anfangen. Aber WordPress.com ist irgendwann zu klein und man muss den Content dort rausmigrieren. Einige Dienstleister machen das kostenfrei, wenn sie an anderer Stelle etwas verdienen. Je nach Komplexität zwischen 100 und 200 €. Man kann es auch selbst machen und dann ist es eben aufwändig.

Ein kleiner Überblick über die Dinge, die man braucht um einen eigenen WordPress Blog zu betreiben:

  1. Hosting-Anbieter – hier ein kleines Tutorial wie man einen Foodblog auf Basis von WordPress installiert.
  2. Datenbank
  3. E-Mailadresse
  4. Domain
  5. SSL Verschlüsselung
  6. WordPress-Theme – Wir verwenden wenn möglich Astra in Kombination mit Gutenberg.
  7. Eine Pinterestintegration mit Rich-Pins
  8. Rechtliches: Impressum & Datenschutzerklärung & Cookie Policy, Kommentar Anonymisierung
  9. Ein Rezept-Plugin
  10. Ein gutes Cache-Plugin
  11. Einen guten CSS-File-Minimierer
  12. Ein gutes Passwort

Optional: Backup, ein Berichtswesen, ein Blocker für zu große Bilder, Bildoptimierung,

Ich habe hier einen Artikel über die wichtigsten Plugins geschrieben.

Wordpress Tipps für Foodblogger

9. Verdienstmöglichkeiten – Wie und wie viel verdient ein Foodblogger?

Foodbloggen macht Spaß, aber es gibt auch die Möglichkeiten ein Einkommen daraus zu generieren. Es gibt auf die Frage nicht die eine Antwort, aber einige Daumenregeln.

Ein Foodblog mit ca. 20 bis 50 Artikeln und unter 10.000 Followern in den sozialen Medien bringt etwa 5000 € im Jahr.

Ein Foodblog mit ca. 200 Artikeln, ca. 1 Mio. Besucher im Jahr und über 100.000 Followern ist schon ein kleines Medienunternehmen und sollte 20.000 – 50.000 € einbringen.

Nach oben ist die Grenze offen. Die Grenze verschwimmt dann aber.

Hier eine kurze Liste der Monetarisierungsmöglichkeiten:

  • Erstellung von kundenspezifischem Content mit Produktplatzierungen
  • Gastbeiträge bei Kunden oder Magazinen
  • Social Media Kampagnen (z.B. Sponsored Posts)
  • Produktempfehlungen auf dem eigenen Blog (Sponsored Posts)
  • Affiliate-Marketing, zum Beispiel auf der Basis von Awin, Digistore oder eben Amazon
  • Gutschein Marketing für bestimmte Marken mit individuellen Rabattgutscheinen, wie z.B. Bloggername10
  • Automatisierte Bannerwerbung auf dem Blog
  • Jährliche Tantiemen durch die VG Wort

Hier geht es zum Artikel über digitale Produkte verkaufen und wie man die Zahlungen rechtssicher abwickelt.

Hier geht es zum Artikel über die Verdienstmöglichkeiten als Blogger generell.

Hier geht es zum Artikel rund um die VG Wort.

10. Foodblogger-Archetypen

Muss man als Foodblogger unbedingt extrovertiert sein und die ganze Zeit in Social Media Plattformen seine Meinung mit dem Gesicht in der Kamera verbreiten.

Ich würde sagen “nein”. Es gibt verschiedene Archetypen von Bloggern:

  • Der/die Entertainer/in, die einfach extrem unterhaltsam ist. Aus welchen Gründen auch immer.
  • Der/die Experte/in, der sich in einem Thema z.B. Ernährung oder Unverträglichkeiten sehr gut auskennt und viele Tipps und Hilfestellungen veröffentlicht.
  • Der/die Lernende, die ihren Weg beschreibt, etwas zu lernen und die Leser mitnimmt.
  • Der/die Foodporn-Creator mit überragenden Bildern
  • Das Vorbild mit z.B. einem eigenen Bauernhof

Die Grenzen zwischen diesen Archetypen sind schwimmend und ich möchte nicht ausschließen, dass es noch weitere Typen gibt.

Aber auch als introvertierter Mensch kann man hier seine Nische finden und ausbauen. Ich würde sogar sagen, dass die Mehrzahl der Blogger, die ich kenne eher introvertiert sind.

11. Kein Stress

Foodbloggen ist gar nicht so ohne. Der Entschluss einen eigenen Foodblog zu betreiben kann, und sich im Internet “auszustellen”, ist eher der beginn einer Reise und weniger das Ende. Oftmals wird man von seinem Umfeld motiviert oder von Instagram animiert und muss plötzlich neben Studium, Job, Familie und Haushalt auch noch “abliefern”. Viele Blogger und Instagrammer berichten auch, dass sie sich von anderen Accounts, die sehr selbstbewusst auftreten, eingeschüchtert fühlen.

Aber lass dich nicht verrückt machen. Es wird immer einen Blog geben, der

… bessere Bilder,

… mehr Follower und Likes,

… mehr Kooperationen,

… mehr Kommentare

hat und das ist auch okay. In deiner Nische bist du die ChefIn und der Druck kommt nur von innen.

Instagram zum Beispiel ist aufgebaut wie eine Droge. Je mehr man davon benutzt, desto mehr Bestätigung bekommt man und natürlich versucht Instagram dich zu mehr Posts und mehr Interaktion zu “zwingen”, aber es kann auch schnell zu Frust führen.

Auch muss Foodbloggen keine einsame Sache sein, denn Gleichgesinnte gibt es genug. Man erkennt sie normalerweise aber nicht so einfach auf der Straße, daher haben wir bei Telegram in einer Zeit als es noch nicht hipp war in den Untergrund zu gehen, die Foodblogliebe Community gegründet, um sich auch außerhalb von Instagram gezielt auszutauschen und einfach Spaß zu haben. Hier ist der Link zur Gruppe und zur App.

Foodblogs bis 50.000 Besucher im Monat betreuen wir pauschal für 35 € im Monat. Ab 50.000 Besucher sind das individuelle Webprojekte. Hier geht es zu unserem Angebot.

Was tut ein Foodblogger?

Foodblogger lieben es sich mit kulinarischen Themen wie Trinken und Essen zu beschäftigen und sie schreiben darüber in ihren Blogs. Sie schreiben Blogbeiträge über Rezepte, Ernährungsweisen, Restaurants oder auch Lebensmittel. Sie gelten als Trendscouts und auch Trendsetter. Mit dem Aufkommen von Social Media ist auch die Pflege und die Interaktion mit einer Community immer wichtiger geworden. Jeder Blog hat im Gegensatz zu einer Zeitschrift einen sehr persönlichen Touch und oft auch einen eigenen Weg. Erfolgreiche Blogs oder Influencer haben oft mehrere Hunderttausend Follower, die sich für die Inhalte interessieren.

Wie wird man Foodblogger?

Viele rutschen in das Thema rein und fast niemand ist ein reiner Foodblogger. Oft wird das Thema Essen mit Fotografie oder speziellen Ernährungsweisen verbunden. Alle verbindet der Wunsch nach einer gewissen Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Es gibt sehr junge Foodblogger, die bereits in der Schule starten, aber auch Rentner und Renterinnen, die nach und nach die Welt an ihrem Tun teilhaben lassen.

Sind alle Foodblogger weiblich?

Nein, zwar ist die Mehrzahl der Foodblogger weiblich, aber ähnlich wie bei Köchen gibt es auch sehr gute männliche Foodblogger wie zum Beispiel Leon.

Was ist ein Food-Blog?

Foodblogs sind Themenblogs, die häufig auf WordPress basieren und von einem Foodblogger geführt werden. Inhalte sind oft Rezepte, Ernährungshinweise, Anleitungen und Tests. Unternischen sind Backen, Vegan oder Vegetarisch, aber auch Abnehmen und Unverträglichkeiten.

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