Lektionen5

WordPress Basics: Menüs aufbauen

Lerne Schritt für Schritt, wie du in WordPress ein Menü anlegst, Menüpunkte ergänzt und versteckte Inhalte wie Kategorien oder individuelle Taxonomien sichtbar machst.

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WordPress

Seiten, Links und Kategorien hinzufügen

"Was soll alles ins Hauptmenü?", das ist die Frage, die wir bei neuen Kundenblogs am häufigsten hören. Und die Antwort ist fast immer dieselbe: weniger als du denkst...

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"Was soll alles ins Hauptmenü?", das ist die Frage, die wir bei neuen Kundenblogs am häufigsten hören. Und die Antwort ist fast immer dieselbe: weniger als du denkst.

Bei einem Foodblog mit 200 Rezepten und 12 Kategorien wollen viele erst mal alles ins Menü packen. Jede Kategorie, jede Sonderseite, vielleicht noch die letzten drei Rezepte. Das Ergebnis: ein Menü, das aussieht wie ein Inhaltsverzeichnis. Und kein Mensch klickt sich durch ein Inhaltsverzeichnis.

Dein Menü hat genau eine Aufgabe: Besuchern in einer Sekunde zeigen, wo sie hinkommen. Dafür brauchst du drei Bausteine, und die schauen wir uns jetzt einzeln an.

Seiten zum Menü hinzufügen

Links im Menübereich siehst du eine Box mit der Überschrift Seiten. Dort listet WordPress alle veröffentlichten Seiten auf. Du setzt die Checkboxen bei den Seiten, die ins Menü sollen, und klickst auf Zum Menü hinzufügen. Die Seiten tauchen dann rechts in deinem Menü auf.

Seiten zum Menü hinzufügen

Für einen Foodblog sind das typischerweise:

  • Startseite, dein wichtigster Ankerpunkt. Manche Themes setzen den automatisch, manche nicht. Prüf das.
  • Über mich, Leser wollen wissen, wer hinter dem Blog steckt. Gerade im Foodbereich ist die Person hinter den Rezepten ein großer Vertrauensfaktor.
  • Rezeptübersicht, falls du eine zentrale Seite hast, auf der alle Rezepte gesammelt sind.
  • Kontakt, oft vergessen, aber wichtig für Kooperationsanfragen.

Ein Fehler, den wir regelmäßig sehen: Seiten ins Menü packen, die noch gar keinen Inhalt haben. Eine leere "Über mich"-Seite ist schlimmer als keine. Füge nur Seiten hinzu, die fertig sind.

Wenn du eine Seite in der Seitenbox nicht findest, klicke oben in der Box auf den Reiter Alle anzeigen. WordPress zeigt standardmäßig nur die neuesten Seiten an.

Kategorien als Menüpunkte

Direkt unter der Seiten-Box findest du eine eigene Box für Kategorien. Das Prinzip ist identisch: Checkbox setzen, "Zum Menü hinzufügen" klicken.

Der Unterschied zu Seiten: Ein Klick auf eine Kategorie im Menü führt nicht zu einer einzelnen Seite, sondern zum Kategoriearchiv. Das ist die automatisch generierte Übersicht aller Beiträge in dieser Kategorie. WordPress baut diese Seite selbst, du musst dafür nichts extra anlegen.

Welche Kategorien gehören ins Hauptmenü? Bei Foodblogs funktionieren breite Kategorien am besten:

  • Backen, statt "Kuchen", "Torten", "Muffins" einzeln
  • Hauptgerichte, die Klammer für alles Herzhafte
  • Saisonales, Weihnachten, Ostern, Sommer, je nachdem, was gerade läuft

Drei bis fünf Kategorien reichen. Nicht jede Kategorie, die du in WordPress angelegt hast, muss auch im Menü landen. Viele Kategorien sind Arbeitskategorien für dich, "Noch nicht fotografiert" oder "Kooperation" gehören nicht in die Navigation.

Die dritte Box heißt Individuelle Links und ist für alles, was keine WordPress-Seite und keine Kategorie ist. Du gibst eine URL und einen Linktext ein.

Individuelle Links

Wann ist das sinnvoll?

  • Du willst auf eine externe Rezeptsammlung verlinken, zum Beispiel dein Kochbuch bei Amazon.
  • Du hast eine Partnerseite oder einen zweiten Blog, der im Menü auftauchen soll.
  • Du brauchst einen Ankerlink, der direkt zu einem bestimmten Abschnitt auf einer Seite springt (z.B. https://deinblog.de/ueber-mich/#kontaktformular).

Achtung: Individuelle Links prüft WordPress nicht. Wenn sich die URL ändert, weil du die Seite umbenennst, der externe Link verschwindet oder du einen Tippfehler drin hast, bricht der Link still. Kein Fehler, keine Warnung. Der Menüpunkt zeigt einfach auf eine 404-Seite. Wir finden bei Kunden-Audits regelmäßig tote individuelle Links, die seit Monaten ins Leere zeigen.

Faustregel: Nutze individuelle Links nur, wenn es nicht anders geht. Für interne Seiten und Kategorien nimm immer die dafür vorgesehenen Boxen, die aktualisieren sich automatisch, wenn du einen Slug änderst.

Reihenfolge und Unterpunkte per Drag-and-Drop

Sobald du Einträge im Menü hast, kannst du sie rechts per Drag-and-Drop in die richtige Reihenfolge ziehen. Einfach anklicken, halten und an die gewünschte Position schieben.

Richtig spannend wird es, wenn du einen Eintrag nach rechts einrückst. Damit wird er zum Unterpunkt des darüber liegenden Eintrags, und es entsteht ein Dropdown-Menü.

Menü mit Unterpunkten

Ein konkretes Beispiel, das bei Foodblogs gut funktioniert:

  • Rezepte (Oberpunkt, kann eine Seite oder ein individueller Link sein)
  • Kuchen (Kategorie)
  • Salate (Kategorie)
  • Suppen (Kategorie)

Der Oberpunkt "Rezepte" dient hier als Klammer. Deine Besucher sehen im Menü "Rezepte", fahren mit der Maus drüber und bekommen die Unterkategorien angezeigt.

Zwei Sachen, die du dabei wissen musst:

Erstens: Ob der Oberpunkt selbst anklickbar ist oder nur als Auslöser fürs Dropdown dient, hängt von deinem Theme ab. Manche Themes machen den Parent-Link klickbar, andere nicht. In Lektion 3 schauen wir uns das genauer an.

Zweitens, und das meine ich ernst: Geh nicht tiefer als zwei Ebenen. Also ein Oberpunkt mit Unterpunkten, fertig. Keine Unter-Unterpunkte. Technisch erlaubt WordPress das, aber auf Mobilgeräten werden verschachtelte Dropdowns zum Albtraum. Wir haben bei Kunden schon dreistufige Menüs zurückgebaut, weil sie auf dem Handy schlicht unbedienbar waren.

Weniger ist mehr, wirklich

Fünf bis sieben Top-Level-Punkte. Das ist die Obergrenze für dein Hauptmenü.

Nicht weil ich das sage, sondern weil es schlicht funktioniert. Deine Besucher kommen auf den Blog, scannen das Menü in ein bis zwei Sekunden und entscheiden sich. Mehr als sieben Optionen überfordern. Das ist keine Theorie, das sehen wir bei den Heatmap-Auswertungen unserer Kunden immer wieder.

Was ist mit Impressum, Datenschutz und Co.? Die gehören nicht ins Hauptmenü. Dafür gibt es das Footer-Menü. Rechtliche Seiten müssen erreichbar sein, aber sie müssen nicht die Hauptnavigation blockieren. In Lektion 4 schauen wir uns Menüpositionen genauer an.

Mein Tipp: Wenn du merkst, dass dein Menü auf dem Handy zweizeilig wird, hast du zu viele Punkte. Dann ist es Zeit, Einträge in Unterpunkte zu verschieben oder ganz rauszunehmen.

Jetzt bist du dran

Öffne dein WordPress-Dashboard und geh auf Design -> Menüs. Dein "Hauptmenü" aus Lektion 1 sollte noch da sein. Füge jetzt drei bis fünf Seiten hinzu, Startseite, Über mich und was bei dir noch passt. Nimm dann eine deiner Rezeptkategorien und mach sie zum Unterpunkt unter einem Oberpunkt wie "Rezepte".

Klick auf Menü speichern, bevor du weitermachst. WordPress speichert Menüänderungen nicht automatisch, alles was du nicht speicherst, ist weg.


Was aber, wenn du Einträge hinzufügen willst, die gar nicht in der linken Spalte auftauchen? Kategorien, die fehlen, oder individuelle Taxonomien wie Zutaten oder Küchen? Genau darum geht es in der nächsten Lektion.

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